Grünes Licht für Erweiterung des Baugebiets Geiseck V und Start für Straßenbauprogramm 2027
Meldung vom 9. Oktober 2026
Im Baugebiet „Geiseck V Süd-West“ geht es nun in die nächste Phase: Der Marktgemeinderat hat die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten für den nächsten Baugebietsabschnitt freigegeben. Die vom Planungsbüro Halbinger aus Furth bei Landshut vorgelegte Kostenberechnung liegt bei rund 1,41 Millionen Euro brutto. Die Erschließungsarbeiten sollen über den Winter ausgeschrieben werden, so dass dann im Frühjahr nächsten Jahres mit einem Spatenstich gerechnet werden darf. Durch das Vorhaben werden 18 Grundstücksparzellen zur Bebauung mit bis zu zwei Wohneinheiten und drei Grundstücksparzellen zur Bebauung mit bis zu jeweils sechs Wohneinheiten erschlossen. In kommunaler Hand befinden sich hiervon 15 Parzellen, unter anderem die Grundstücke, die für den Geschossflächenwohnungsbau vorgesehen sind. Weil die Nachfrage im Bereich des Geschossflächenwohnungsbaus größer ist als im Einfamilienhausbereich hat der Marktgemeinderat schon in der vorherigen Wahlperiode den damaligen Bebauungsplan mit seinen Festsetzungen kritisch hinterfragt und mit einem Deckblatt an die aktuell vorherrschenden Bedürfnisse angepasst. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem die genannten drei Parzellen zur Bebauung mit Mehrfamilienhäusern planerisch ausgebildet. Die sich in kommunaler Hand befindliche Grundstücke sollen nach der erfolgten Erschließung frühestens Ende nächsten Jahres wie schon in der Vergangenheit praktiziert über ein transparentes Verfahren an Bauwillige vergeben werden. Der Versuch, ein weiteres Grundstück als Kommune zu erwerben und in das Bauprogramm einzubeziehen, scheiterten, wie Bürgermeister Florian Hölzl in der Sitzung zu berichten wusste, so dass die Erschließungstätigkeiten nun wie geplant und schon in der vorherigen Wahlperiode detailliert dem Gremium vorgestellt erfolgen würden. Zum damals vorgestellten Stand hätten sich keine Änderungen ergeben. Mit den geplanten Erschließungsmaßnahmen wird im Sinn einer organischen Siedlungsentwicklung die noch ausstehende straßenmäßige Verbindung zwischen Geiseckstraße einerseits und Carl-Orff-Straße mit dem dortigen Verbrauchermarkt andererseits geschaffen.
Straßensanierungsprogramm 2027
Weiter beschäftigte sich das Gremium mit dem Straßensanierungsprogramm für 2027. Zunächst erläuterte Bürgermeister Florian Hölzl, dass die Bauverwaltung dabei sei, Straßen in gemeindlicher Baulast zu sichten und in Abhängigkeit des Zustands in mehrere Kategorien einzuteilen. Hierdurch sollten gemeindliche Sanierungsentscheidungen noch transparenter werden. Sodann wurden die konkret anstehenden Sanierungsmaßnahmen vorgestellt. Zunächst rief Hölzl in Erinnerung, dass mit den zuletzt vergebenen Ingenieurleistungen der Grundstein für die Sanierung der Bachstraße zwischen Gaisberg und Ortsende gelegt worden sei. Die Aufgabenstellung, die sich auch auf die Sanierung der Kanalisation und des eingehausten Marktbaches sowie gegebenenfalls auf die Sedlmayr-Brücke erstreckt, sei komplex. Letztere würde gerade brückengutachterlich untersucht. Von daher benötige man sicherlich noch das nächste Jahr für den diesbezüglichen Planungsprozess. Das gelte umso mehr, als Fach- und Förderbehörden einzubeziehen seien. In die bauliche Umsetzung würden sich stattdessen in 2027 die Sanierung des Greppenweges in Oberlauterbach und der Jahnstraße in Pfeffenhausen bringen lassen. Das Planungsbüro Halbinger beziffert die damit verbundenen Aufwände ohne erforderliche Kanalsanierungsmaßnahmen schätzungsweise auf 120.000 Euro beziehungsweise 320.000 Euro. Genaue Kosten ließen sich aktuell aber noch nicht angeben. Hierfür sei es in jedem Fall notwendig, den Zustand der betroffenen Kanäle videotechnisch zu erfassen. Der Marktgemeinderat entschied sich einstimmig dafür, die beiden Maßnahmen ausplanen und mit konkreten Kosten hinterlegen zu lassen, um dann auch in Abhängigkeit der Haushaltslage Ende des Jahres darüber zu befinden, ob tatsächlich beide Straßen oder nur eine Sanierungsmaßnahme in 2027 zur Umsetzung gebracht werden. Noch dieses Jahr werden im Gemeindegebiet vor dem Wintereinbruch gemeinsam mit der Firma Fahrner aus Mallersdorf-Paffenberg Kleinstellen saniert werden.
