"Pfeffenhausen steht für Machen und Tun"- 150 Gäste bei Luftfahrtgipfel in der Gemeinde

Meldung vom 6. Oktober 2026

Am 29.09. und 30.09.2026 waren rund 150 Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus in der Gemeinde, um sich im Rahmen eines zweitägigen Kongresses zum Thema "Wasserstoff in der Luftfahrt" auszutauschen.

Zu den Gästen des Luftfahrtgipfels, der im Bürgersaal, auf dem Elektrolyseur-Gelände und der Firmenhalle der Cryomotive im Elsbethenring stattfand, gehörten Professoren, Studenten, Ingenieure, Unternehmer sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung. Fachvorträge, Diskussionsrunden und Exkursionen sorgten für ein abwechslungsreiches und wertiges Programm. Ein besonderer Höhepunkt war die Gründung des Innovationsclusters Wasserstoffzentrum Fahrzeug- und Luftfahrtantriebe Pfeffenhausen e. V. (WFLAP), dem Firmen und akademische Partner ins Leben rufen, um das Thema H2 zu Boden und zu Luft am Standort Pfeffenhausen konkret, ganzheitlich und abgestimmt voranzutreiben. Auch nimmt man sich vor, immer wieder fachliche Stellungnahmen abzugeben, um von Pfeffenhausen aus Standards zu setzen.

Staatsminister Hubert Aiwanger lobte den Aufbruchsgeist, der die Tagung umgab, und begrüßte, dass man nun auch die Luftantriebe verstärkt in den Fokus nehme. Damit gehe Pfeffenhausen in die nächste Dimension. Konkret ist beabsichtigt, über die schon mit Förderbescheiden hinterlegten Vorhaben hinaus einen mit H2 betriebenen und gekühlten Luftantriebsstrang in Pfeffenhausen zu skalieren. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Universität Augsburg, der TH Augsburg, der TH Kempten und der Bundeswehr-Universität München. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner zeigte sich von der hohen wissenschaftlichen Qualität des Programms angetan und stellte einmal mehr in Aussicht, sich auf Bundesebene auch für eine Unterstützung des Luftverkehrsvorhabens stark zu machen.

2027 Baubeginn des H2-Verflüssigers und der wasserstoffbefähigten Testhalle

Dr. Tobias Brunner zeigte den Weg in die Zukunft auf: "In 2027 erwarten wir den Baubeginn des H2-Verflüssigers und der wasserstoffbefähigten Testhalle. Gemeinsam mit dem Grünen Elektrolyseur bieten wir damit vor Ort eine einmalige H2-Infrastruktur." In der Testhalle finden unter anderem Prüfstände der HAW Landshut, der TH Ingolstadt und der OTH Regensburg Platz. In Anbetracht der hohen fossilen Energiepreise, so Dr. Brunner, sei der vor Ort erzeugte Wasserstoff im Mobilitätssektor konkurrenzfähig. Gemeinsam mit der geplanten H2-Tankstelle böten sich auch in der Region, vor allem für Bus- und Fuhrunternehmen, künftig ganz konkrete Nutzungsmöglichkeiten.

Zweiter Bürgermeister Michael Wensauer stellte bei der Abendveranstaltung die kommunalen Gewerbeflächen im WTAZ-Gebiet vor und präsentierte den Ort als erdverbunden und motiviert, der Lust auf Zukunft verspüre. Bürgermeister Florian Hölzl zog ein positives Schlussfazit: "Es ist beeindruckend, wie dynamisch sich die Konzepte entwickeln und Schritt für Schritt konkret werden." Man werde weiter an diesem dicken Brett bohren, weil die Region dringend technologische Impulse brauche, um langfristig wirtschaftlich bestehen zu können. Es sei ein starkes Signal, dass wirtschaftliche Player und zwischenzeitlich sieben bayerische Hochschulen am Standort Pfeffenhausen zusammenarbeiten wollten und das auch bereits täten. Dass auch Vertreter aus Chemnitz und der Hansestadt Stade in Pfeffenhausen gewesen seien, zeige, dass sich die Wasserstoffstandorte in Deutschland als Einheit mit unterschiedlichen Schwerpunkten verstünden. Auch dass die politischen Entscheidungsträger über die Parteigrenzen hier an einem Strang zögen, sei stark. Jetzt gehe es darum, die Projekte, für die schon Förderbescheide des Bundes mit einem Volumen von 54 Millionen Euro vorlägen, konkret und schnell umzusetzen, und das Thema Luftfahrt von der Drohne bis zum Kleinflugzeug noch stärker zu akzentuieren.

Die Tagungsteilnehmer sagten immer wieder, dass Pfeffenhausen in der H2-Welt zu einer eigenen Marke herangereift sei. Das unterstrich auch Dr. Tobias Brunner: "Pfeffenhausen steht für Machen und Tun." Hier fühle man sich angenommen und wolle sich weiter engagieren. Bürgermeister Florian Hölzl dankte auch Petra Ruhland und deren Unterstützer für die exzellente kulinarische Versorgung während der beiden Tage.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

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