Baubeginn für Radweg-Abschnitt Rainertshausen-Pfaffendorf

Meldung vom 26. Juli 2026

Seit Mitte Juli ist vor Rainertshausen schweres Gerät im Einsatz: Dort wird ein weiterer Teilabschnitt des geplanten Geh- und Radwegs zwischen Pfeffenhausen und Rainertshausen verwirklicht. Der erste Abschnitt (Pfeffenhausen – Pfaffendorf) wurde bereits im vergangenen Jahr eingeweiht.

Auf einen Gemeinderatsbeschluss hin wurde das noch fehlende Teilstück in zwei Unterabschnitte Pfaffendorf – Abzweigung Koppenwall und Abzweigung Koppenwall – Rainertshausen aufgeteilt. Ein entsprechender Auftrag für letzteren Abschnitt wurde an die Firma Pritsch vergeben. Geplant ist, dass die Arbeiten bis Jahresende abgeschlossen sind. Der Streckenverlauf ist sowohl mit dem Landratsamt Landshut als auch dem Wasserwirtschaftsamt Landshut abgestimmt worden. Die Kosten von rund 600.000 Euro liegen zum Großteil beim Landkreis Landshut, da dieser den Streckenabschnitt außerorts finanziert. Der Markt Pfeffenhausen trägt lediglich die Kosten für die Strecke, die innerorts liegt, sowie die Mehrkosten für einen kleinen Teilabschnitt, der weiterhin für land- und forstwirtschaftliche Maschinen genutzt werden soll und daher breiter und robuster errichtet wird. Außerdem wird der Bau durch staatliche Fördergelder in erheblichem Umfang unterstützt. Förderbehörde ist dabei die Regierung von Niederbayern.

Gesamtlänge von 1,8 Kilometern

Der Abschnitt von der Abzweigung Koppenwall bis nach Rainersthausen hat eine Gesamtlänge von rund 1,8 Kilometern. Die Geh- und Radwegbreite erstreckt sich dabei auf 2,5 Meter. Der Abschnitt, der von Land- und Forstwirten mitgenutzt werden kann, hat eine Länge von ca. 70 Metern mit einer Ausbaubreite von drei Metern. Von der Linienführung her läuft der Geh- und Radweg zunächst entlang der Kreisstraße, um dann nach 740 Metern einen Schwenk hin zur Großen Laber zu machen. Parallel mit dieser verläuft der Weg dann bis nach Rainertshausen. Hier mündet der Geh- und Radweg im Ortseingangsbereich. Insoweit die Strecke parallel zum Bachlauf geführt wird, hat man sich dafür entschieden, diesen im Böschungsbereich mit einem speziellen Gitter zu schützen, um zu verhindern, dass Biber den Weg unterminieren. Im Zusammenhang mit dieser Infrastrukturmaßnahme ist es auch notwendig, zwei Rahmendurchlässe zu erneuern.

Um das Gesamtvorhaben beschleunigt umzusetzen, agiert der Markt Pfeffenhausen als Bauherr, obgleich es sich formaljuristisch betrachtet um eine kreisstraßenbegleitende Baumaßnahme handelt. Der Landkreis Landshut ist hingegen Kostenträger und übernimmt mit dem eigenen Personal die ingenieurmäßige Baubegleitung und -überwachung des Geh- und Radwegprojekts. Nach dem aktuellen Bauzeitenplan soll der jetzt in Angriff genommene Abschnitt bis Mitte November fertig werden.

Überlegungen zu Wasserrückhalt für Pfaffendorf

Was den noch ausstehenden Abschnitt zwischen Pfaffendorf und der Abzweigung Koppenwall angeht, ist die Gemeindeverwaltung aktuell dabei, sich gemeinsam mit Fachleuten darüber Gedanken zu machen, wie der Geh- und Radweg idealerweise verlaufen kann, dass er auch positive Effekte für den Wasserrückhalt im Sinn der Unterlieger hat. Ein klassischer Hochwasserschutz als technisches Bauwerk, das Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis plus Klimafaktor bietet, wird sich hingegen schon aufgrund der Ergebnisse des Integralen Hochwasserschutzkonzepts aus 2014 nicht verwirklichen lassen. Die insoweit notwendigen Rückhaltekubaturen erscheinen zudem angesichts des Einzugsgebiets und der Abflussverhältnisse der Großen Laber nicht umsetzbar. Nichtdestotrotz ist man bestrebt, die Chance des Geh- und Radwegebaus zu nutzen, um positive Effekte für den Wasserrückhalt im Oberlauf Paffendorfs zu erzielen. Die Gemeinde möchte außerdem die Talaue der Großen Laber bis Rainertshausen durch das Anlegen von Senken, Blumenwiesen und Schlängelungen des Bachlaufs im Zuge des Radewegebaus ökologisch aufwerten. Dies dürfte zugleich den natürlichen Wasserrückhalt verbessern und sich damit positiv auf den Hochwasserabfluss auswirken. Diesbezüglich steht die Gemeindeverwaltung derzeit im engen Austausch mit dem Landschaftspflegeverband Landshut als Kooperationspartner für entsprechende Maßnahmen.

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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