

Das Becken liegt rechts neben der Kreisstraße zwischen Baldershausen und Oberlauterbach und bietet ein Rückhaltevolumen von 11.500 Kubikmetern. Eine neu angelegte Flutmulde leitet das Wasser von der Fahrbahn in das Becken; dafür wird die in Richtung des jetzigen Beckens gehende Querneigung der Straße am Ortsausgang von Baldershausen genutzt. Der Hochbord des Gehwegs wurde auf einer Länge von etwa 40 Metern abgesenkt, um einen Einstrom des Wassers von der Straße in das Becken über die neu ausgebildete Flutmulde zu ermöglichen. Der Baldershausener Graben wurde an die topographisch tiefste Stelle verlegt, um das Rückhaltevolumen maximal auszuschöpfen. Im Zuge dieser Verlegung wird der Bachabschnitt zugleich ökologisch aufgewertet. Die damit zusammenhängenden Pflanzungen sollen Mitte November ausgeführt werden.
Mit dem fertiggestellten Becken ist ein zentraler Baustein des Hochwasserschutzkonzepts für die Region umgesetzt. Es trägt zum Schutz Oberlauterbachs bei und reduziert das Schadensrisiko für Grundstücke und Gebäude. Das Becken ist aber nur ein erster Baustein im Gesamtsystem. Um im Endausbau zu einem 100-jährlichen Hochwasserschutz plus Klimafaktor zu kommen, sind in den nächsten Schritten durchlasserhöhende Maßnahmen entlang des Baldershausener Grabens in Oberlauterbach und die Schaffung weiteren Rückhaltevolumens vor Baldershausen notwendig. Losgelöst von den kommunalen Anstrengungen zur Verbesserung der örtlichen Starkregensituation sind die Grundstückseigentümer weiterhin gefordert, im Rahmen des tatsächlich und rechtlich Möglichen für einen bestmöglichen Objektschutz der eigenen Liegenschaft zu sorgen, so der Hinweis der Marktverwaltung aus Anlass der Fertigstellung des nun gebauten Beckens.
Den Auftrag für die Baumaßnahme in Höhe von 816.000 Euro hatte der Markt Pfeffenhausen nach einem Ausschreibungsverfahren an die Firma Johann Danzer Tiefbau aus Rohr vergeben. Die Gemeinde erhält dafür eine Förderung von voraussichtlich 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten durch den Freistaat Bayern. Geplant wurde das Becken von der EBB Planungsgesellschaft in Abstimmung mit der Rathausverwaltung und dem Wasserwirtschaftsamt Landshut auf Grundlage des integralen Hochwasserschutzkonzepts aus 2014 und eines Konzepts zum Sturzflut-Risikomanagement aus 2022.
Um die erforderlichen Förderungen zu erhalten, müssen die Kosten für die Hochwasserschutzmaßnahmen mit ihren drei Bausteinen (Becken vor Baldershausen, Becken zwischen Baldershausen und Oberlauterbach und Gerinneausbau) stets wirtschaftlich bleiben und das ermittelte Schadenspotenzial von 1,6 Millionen Euro nicht überschreiten
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