Gemeinderat arbeitet vielfältige Themen ab – vom Steuerrecht bis hin zum Dienstfahrzeug galt es wieder allerhand zu entscheiden
Meldung vom 5. Oktober 2026
Mit einem Strauß von Themen hatte sich der Marktgemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung zu beschäftigen. Zunächst galt es, eine Vereinbarung mit dem Schulverband Pfeffenhausen auf den Weg zu bringen, wonach sich letzterer mit dem eigenen Personal weiterhin um die Hallenwarttätigkeiten und die damit verbundenen Aufgaben der Verkehrssicherung kümmert. Eine solche Regelung ist notwendig geworden, weil mit der anstehenden Inbetriebsetzung der neuen Turnhalle der Markt selbst in die Betreiberrolle der Hallen schlüpft und daher der Schulverband die entsprechenden Leistungen nurmehr als Dienstleister gegen Entgelt erbringt. Das neuaufgegleiste Organisationsmodell geht auch mit steuerlichen Vorteilen für den Markt einher. Die Umsatzsteuer stand auch bei einem weiteren Tagesordnungspunkt, nämlich der Anpassung einer kommunalen Zuwendung der Hornbacher Fortuna Schützen, im Fokus. Nachdem die Schützengesellschaft bei Umbau und Sanierung des ehemaligen Raiffeisengeländes zum Schützenhaus, wie sich jetzt herausstellte, teils vorsteuerabzugsberechtigt ist und damit bezahlte Umsatzsteuer teils wieder vom Fiskus rückerstattet bekommt, wurde die Förderung auf diese Entwicklung hin angepasst. Im Ergebnis, so Bürgermeister Hölzl, könnten die Fortuna Schützen nur insoweit bezuschusst werden, als der Verein letztlich auch finanziell belastet sei. Im Ergebnis müssen nach den einstimmigen Beschlüssen nun rund eintausend Euro an die Gemeinde rückerstattet werden. Der Markt Pfeffenhausen hat die erfolgten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der in der Sitzung vorgenommenen Anpassung mit einer Zuwendung in Höhe von 17.197,56 Euro bedacht. Hinzukommen Unterstützungsleistungen für den Immobilienerwerb. Mit der straßenrechtlichen Widmung des Wasserstoffgeländes wurde sodann ein Schlusspunkt hinter die erfolgten gemeindlichen Erschließungstätigkeiten gesetzt. Wie Bürgermeister Hölzl dabei zu berichten wusste, seien sämtliche Erschließungsaufwendungen auf der Grundlage der speziell ausgearbeiteten Verträge oder des einschlägigen kommunalen Satzungsrechts abgerechnet und auch bezahlt worden. Die H2LA GmbH, eine sich in Gemeinde- und Landkreishand befindliche Grundstücksbesitzgesellschaft, sei hinsichtlich der auf sie entfallenden Kosten hundertprozentig durch den Freistaat Bayern gefördert worden. Vor dem Hintergrund eines auslaufenden Leasingvertrags musste schließlich noch entschieden werden, ob für die Beschäftigten des Rathauses weiterhin ein Dienstfahrzeug vorgehalten werden soll. Nachdem sich dies in den letzten Jahren bewährt habe und sich die private Fahrtkostenentschädigung drastisch reduziert habe, sprachen sich die Ratsmitglieder geschlossen dafür aus, neuerlich einen E-Corsa der Marke Opel zu leasen. Robert Huber (FW) regte an, sich perspektivisch mit dem Einsatz eines Wasserstofffahrzeugs auseinandersetzen, passe das doch zum Selbstbild der Kommune. Dass man gewillt sei, in diese Richtung zu denken, kam bei den Wortbeiträgen der Gremiumsmitglieder zum Ausdruck. Für den Moment wolle man aber, schon allein mangels örtlicher Tankmöglichkeit, diesen Schritt noch nicht tun. Unter Informationen berichtete Bürgermeister Hölzl von der gelungen Fahrt in die Partnergemeinde Jaworzyna Slaska, der erfolgreichen Wiedereröffnung der Schlossgaststätte Oberlauterbach mit der neuen Wirtin Bianca Baumann und über den gemeindlichen Gasbezug in 2027. Nach einer kommunalen Bündelausschreibung habe die Firma Energie Südbayern den Zuschlag zu einem Arbeitspreis von 5,052 Cent je Kilowattstunde erhalten. Der Arbeitspreis liege damit ein Stück unter dem aktuellen Preisniveau.
Kontakt
Christina Ganslmeier
Leitung Abteilung I (Bürgerservice)