Verdienste für Pfeffenhausen: Ausscheidende Gemeinderäte verabschiedet

Meldung vom 5. Juni 2026

Im Rahmen einer Feier verabschiedete der Markt Pfeffenhausen die fünf ausscheidenden Gemeinderäte, die teilweise über Jahrzehnte das gemeindliche Leben durch ihr Engagement im Marktgemeinderat geprägt haben. Bürgermeister Florian Hölzl würdigte dabei besonders Schwerpunkte, die die einzelnen Gremiumsmitglieder im Laufe ihrer Amtszeit zum Wohl der Allgemeinheit gesetzt haben.

Hölzl bezeichnete das kommunale Engagement als „Mutter des Ehrenamtes“, da man als Gemeinderätin und Gemeinderat die Gelegenheit habe, den Ort aktiv mitzugestalten. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Gremiumsmitgliedern sowie deren Familien zu bedankten, sei dieses besondere Ehrenamt doch nicht nur mit einem hohen Zeitaufwand, sondern auch mit Belastungen verbunden. Den ausscheidenden Gemeinderäten überreichte Hölzl in Namen des Marktes Pfeffenhausen eine Urkunde sowie ein Geschenk.

Erste Frau im Gemeinderat

Besondere Worte fand Hölzl für Christa Popp (FW), die sich nach 36 Jahren – davon die letzten sechs Jahre als zweite Bürgermeisterin – aus dem Gremium verabschiedete. Auch unter Bürgermeister Arno Wolf bekleidete sie dieses Amt schon eine Wahlperiode. Hölzl bezeichnete sie als „Vorkämpferin für Frauen in der Kommunalpolitik“, die als erste Frau im Pfeffenhausener Gemeinderat eine herausfordernde Anfangszeit zu meistern hatte. Sie sei damals eine Pionierin gewesen und ein Vorbild, wenn es darum gehe, Familie und Politik unter einen Hut zu bringen. Politisch habe sie sich in allen Bereichen mutig eingebracht – besonders setzte sie sich für Kinder und Jugendliche ein. Hölzl schätzt an seiner ehemaligen Stellvertreterin besonders ihre Herzlichkeit und ihre positive Art, durch die sie zu einer konstruktiven Zusammenarbeit in den kommunalen Gremien über Fraktionsgrenzen hinweg beigetragen habe.

Auch wenn sie sich dafür entschieden hatte, nicht mehr für den Gemeinderat zu kandidieren, konnte sie sich doch noch nicht ganz von der Kommunalpolitik trennen – dem Kreistag, dem sie seit 2002 angehört, bleibt sie weiterhin erhalten. Für ihr langjähriges Engagement erhielt sie bereits die Kommunale Verdienstmedaille des Freistaats Bayern.

Sachpolitik mit Ernsthaftigkeit

Klaus Leopold (FW) hat sich nach 18 Jahren im Markgemeinderat für ein Ende seiner kommunalpolitischen Karriere entschieden. Dabei war er von 2014 bis 2020 Zweiter Bürgermeister sowie von 2020 bis 2026 außerdem im Kreistag tätig. In seiner Zeit als Gemeinderat habe er sich aus großer Überzeugung für den Markt Pfeffenhausen eingesetzt und Persönliches hintangestellt. Geprägt habe ihn vor allem seine Verbundenheit zum Ort, betonte Hölzl. Er habe Leopold als Stichwortgeber und Berater erlebt, der seine Meinung offen geäußert und Politik mit großer Ernsthaftigkeit betrieben habe. Leopold zeichne aus, mutige Entscheidung zu treffen, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.

Martin Gebendorfer (FW), der heuer ebenfalls nicht mehr zur Wahl antrat, blickt auch auf 18 Jahre im Gemeinderat zurück. Hölzl betonte, dass Gebendorfer Sachpolitik betrieben habe, ohne sich politisch zu profilieren. Er sei dafür bekannt, Bürgeranliegen immer ernst zu nehmen und die Sorgen und Wünsche im Gremium einzubringen. Besonders habe er sich dabei für die Oberlauterbacher sowie die ortsansässigen Vereine stark gemacht. Hölzl habe Gebendorfer immer als aufrichtig und authentisch erlebt, der sich für die Menschen vor Ort eingesetzt habe.

Politik für Pfeffenhausen gemacht

Sabine Hess (Grüne) verabschiedet sich nach sechs Jahren aus dem Gremium. In dieser Zeit habe sie immer für Pfeffenhausen Politik gemacht und sich nicht gescheut, ihre Meinung kompetent und sachlich. Hess sei dabei nicht auf den Applaus der Massen aus gewesen, sondern habe immer danach entschieden, was aus ihrer Sicht das Richtige für Pfeffenhausen ist. Besonders habe Hölzl ihre Expertise im Bauausschuss – auch bedingt durch ihre berufliche Erfahrung – geschätzt.

Ebenfalls auf sechs Jahre im Markgemeinderat kann Verena Sladek (CSU) zurückblicken, die heuer nicht mehr antrat. Sie habe keinen leichten Start gehabt, ist sie doch nach dem Tod von Max Auer in das Gremium nachgerückt, betonte Hölzl. Trotzdem habe sie es geschafft, der Pfeffenhausener Jugend eine Stimme zu geben. Besonders habe sie sich im Referat für Märkte, Feste und Kultur eingebracht – gerade auch, was das Pfeffenhausener Volksfest anbelangt.

vorne v.l.: Verena Sladek, Bürgermeister Florian Hölzl, Sabine Hess, Christa Popp; hinten v.l. Zweiter Bürgermeister Michael Wensauer, Ruth Müller, Martin Gebendorfer, Klaus Leopold 

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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