Spatenstich für Hochwasserrückhaltebecken in Oberlauterbach

Meldung vom 8. Juli 2026

Gute Nachrichten für die hochwassergeplagten Oberlauterbacher: Nach jahrelangen Bemühungen, Berechnungen und Planungen geht es jetzt endlich konkret voran – vergangene Woche fand der Spatenstich für das Hochwasserrückhaltebecken in Oberlauterbach statt. Damit beginnt der erste Bauabschnitt der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen, die den Bereich Oberlauterbach/Baldershausen am Ende vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützen werden.

Das Becken entsteht zwischen Baldershausen und Oberlauterbach rechts neben der Kreisstraße und ist mit einem Rückhaltevolumen von 11.500 Kubikmetern geplant. Um das Wasser von der Fahrbahn in das Becken zu leiten, wird eine Flutmulde angelegt und die Querneigung der Straße am Ortsausgang von Baldershausen genutzt. Außerdem muss der Hochbord des Gehwegs in diesem Bereich auf einer Länge von etwa 40 Metern abgesenkt werden. Der Baldershausener Graben wird an die topographisch tiefste Stelle verlegt, um die mögliche Kubatur maximal auszuschöpfen. Im Zusammenhang mit der Verlegung des Bachlaufs wird dieser Abschnitt außerdem ökologisch aufgewertet.

Hochwasserschutzmaßnahmen werden in drei Bauabschnitten verwirklicht

Die Pläne für dieses Becken haben die EBB Ingenieure in Abstimmung mit der Rathausverwaltung und dem Wasserwirtschaftsamt Landshut ausgearbeitet. Diesen liegen sowohl das integrale Hochwasserschutzkonzept aus 2014 als auch ein Konzept zum Sturzflut-Risikomanagement aus 2022 zugrunde. Dabei wurde nicht nur das Hochwasser berücksichtigt, das durch über die Ufer tretende Gewässer entsteht. In die Betrachtungen flossen auch das wildabfließende Wasser im Außenbereich, der Geländeverlauf, die Sickerfähigkeit der Böden, die baulichen Nutzungen und die vorhandenen Durchlässe im bebauten Bereich ein.

Das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Baldershausen und Oberlauterbach stellt den ersten von insgesamt drei Bauabschnitten in dem Bereich dar. Der Markt Pfeffenhausen hat dazu einen entsprechenden Auftrag an die Firma Johann Danzer Tiefbau aus Rohr in Höhe von 816.000 Euro vergeben. Dazu erhält die Gemeinde eine Förderung von voraussichtlich 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Weiter sollen perspektivisch das Gerinne in Oberlauterbach ausgebaut und ein weiteres Hochwasserrückhaltebacken vor Baldershausen gebaut werden. Um Förderungen erhalten zu können, muss der Hochwasserschutz wirtschaftlich sein. Das bedeutet, die Kosten für die Hochwasserschutzmaßnahmen dürfen das Schadenspotenzial von 1,6 Millionen Euro, das das Wasserwirtschaftsamt festgelegt hat, nicht überschreiten. Sind diese Maßnahmen umgesetzt, ist in dem Bereich ein hundertjährlicher Hochwasserschutz (inklusive 15 Prozent Klimafaktor) erreicht.

Beim Spatenstich: Bürgermeister Florian Hölzl, örtliche Gemeinderatsmitglieder, Mitarbeiter des gemeindlichen Bauamts sowie den beteiligten Firmen Längst & Schirferneder Landschaftsarchitektur, Johann Danzer Tiefbau, EBB Ingenieurgesellschaft und des Wasserwirtschaftsamts Landshut.

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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