

Der Damm wurde senkrecht zur Kreisstraße aufgeschüttet. Dieser sorgt dafür, dass das Wasser in Richtung Oberhornbach zurückgehalten wird, bevor es gedrosselt in den Hornbach fließt. Die Drosselleistung entspricht dabei dem maximalen Leistungsvermögen des Bachlaufs im Bereich der geschlossenen Bebauung Niederhornbachs von 1,0 m³/s. Das Rückhaltevolumen beläuft sich auf 36.300 Kubikmetern, was Niederhornbach vor einem Starkregenereignis, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren eintritt, schützt. Auch die weiteren Unterlieger, wie zum Beispiel der Ort Pfeffenhausen, profitieren von dieser wichtigen Hochwasserschutzmaßnahme, wird doch durch das Rückhaltebecken der Ablauf des Hornbachs, der in Pfeffenhausen in die Große Laber mündet, gedrosselt.
Außerdem wird im Zuge der Bauarbeiten der Hornbach ein Stückchen verlegt und in dem Bereich zwischen Ober- und Niederhornbach ökologisch aufgewertet. Der Bach verläuft künftig statt geradlinig mäandrierend und wird am Ufer mit verschiedenen Büschen und Bäumen bepflanzt. Um die vorhandenen Synergien maximal zu nutzen, wird die Hochwasserschutzmaßnahme zum Anlass genommen, im Ober- und Unterlauf des Damms insgesamt drei Retentionsmulden anzulegen. Dies ist aus dem Gesichtspunkt der genehmigten Niederschlagswassereinleitungen erforderlich, weil der Hornbach von seiner Leistungsfähigkeit her nicht ausreichend dimensioniert ist. Mit der Anlage der Mulden wird damit der Markt Pfeffenhausen den entsprechenden Vorgaben der unteren Wasserrechtsbehörde am Landshuter Landratsamt gerecht.
Der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens und die ökologische Aufwertung des Hornbachs kosten rund 800.000 Euro (zuzüglich Baunebenkosten). Hierfür erhält die Marktgemeinde eine staatliche Förderung in Höhe von 60 Prozent aus dem Etat des Freistaats Bayern. Fachlich begleitet wird der Markt Pfeffenhausen durch das Ingenieurbüro Dietlmeier aus Pfeffenhausen. Dem Bau gingen ein komplexes Plangenehmigungsverfahren am Landshuter Landratsamt und ein Förderverfahren beim Wasserwirtschaftsamt Landshut voraus, das die Gemeinde auch als zuständige Fachbehörde bei den Hochwasserschutzplanungen begleitet hat.
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