Marktgemeinde möchte ehemaliges Forsthaus in ein „Haus der Musik“ umgestalten
Meldung vom 22. Mai 2026
Nachdem die Forstdienststelle nach Hohenthann umgezogen ist und das Forsthaus am Gaisberg nun seit rund zwei Jahren leer steht, hat der Marktgemeinderat beschlossen, das Anwesen zu kaufen und umzugestalten. Entstehen soll dort ein „Haus der Musik“, in das die Musikschule Pfeffenhausen einziehen soll.
Für die Gemeinderäte ging es bei der Kaufentscheidung vor allem darum, dass das zentral am Bildungshügel gelegene Grundstück künftig im Sinne der Gemeinde sinnvoll genutzt werden kann und in öffentlicher Hand bleibt. Mit der unmittelbaren Nähe zur Grund- und Mittelschule und den Kindertageseinrichtungen am Gaisberg, fügt es sich in die „Neue grüne Mitte“ ein, die den Bildungshügel am Gaisberg, den Krausgarten und das Pöllingerareal umfasst. Dort werden mit dem Turnhallenneubau und dem neuen Bürger- und Gesundheitszentrum derzeit größere Projekte umgesetzt. In dem Zusammenhang soll die Chance genutzt werden, den Bereich neu und einheitlich zu gestalten und aufzuwerten. Außerdem möchte die Gemeinde den Zugang zur Schule vom neuen Busparkplatz auf dem Pöllinger-Gelände aus neu anlegen und dazu einen Teil der Fläche, die zum ehemaligen Forsthaus gehört, nutzen.
Hohe Förderungen möglich
Wie das Anwesen künftig genutzt werden soll, war schnell klar: Die Musikschule Pfeffenhausen, die vor zehn Jahren als Außenstelle der Musikschule Rottenburg gegründet worden war, ist seitdem in Räumen im Kellergeschoss der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen untergebracht. Leider ist das Raumangebot aber unzureichend, um den schnell wachsenden Bedarfen gerecht zu werden. Vieles, was im Bereich der musikalischen Ausbildung nachgefragt wird, kann mangels platztechnischer Möglichkeiten aktuell nicht vor Ort angeboten werden. Das soll sich perspektivisch mit den Räumen des ehemaligen Forstanwesens ändern. Außerdem bieten der Standort und die größeren Räumlichkeiten optimale Voraussetzungen für Kooperationen etwa mit der Schule und den benachbarten Kindertagesstätten. Nachdem sich Musikschulleiter Tobias Haunsperger davon überzeugt hatte, dass sich die Räumlichkeiten grundsätzlich gut eignen, entwickelte das Planungsbüro Ecoplan ein passendes Raumkonzept, auf dessen Grundlage die Kaufentscheidung gefällt wurde und die Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern als Förderbehörde erfolgte. Eine gute musische Bildung sei nicht nur für das kulturelle Leben der Gemeinde entscheidend, sondern vor allem auch Ausdruck gesellschaftlicher Teilhabe, waren sich die Gemeinderäte bei der Entscheidungsfindung einig.
Die Markgemeinde erhält voraussichtlich sowohl für den Erwerb als die notwendige Sanierung und Umgestaltung zum „Haus der Musik“ hohe staatliche Zuwendungen über die Städtebauförderung. Zwischenzeitlich ist der Markt Pfeffenhausen in ein Bund-Länder-Städtebauförderprogramm aufgenommen worden, um die Gemeinde bei deren Anstrengungen zur Revitalisierung nicht nur punktuell, sondern langfristig und das ganze Quartier betreffend unterstützen zu können. Voreigentümer der Immobilie war bekanntlich der Freistaat Bayern. Geplant ist, dass nach Abschluss der Planungsphase mit den Bauarbeiten in 2028 begonnen wird, sodass die Musikschule voraussichtlich ab 2029 in die neuen Räumlichkeiten ziehen kann.