Kitagebühren steigen moderat an - Ganztagsschule führt Kurzgruppen ein
Meldung vom 31. Juli 2026
Da die Kosten für den Betrieb der Kindertageseinrichtungen immer weiter steigen, hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, die monatlichen Benutzungsgebühren ab 1. September um fünf Prozent moderat anzuheben. Dies gilt gleichermaßen für den Kindergarten- und für den Krippenbereich.
Im Kindergartenbereich wirkt sich die Anpassung so aus, dass für eine Buchungszeit von bis zu vier Stunden täglich künftig 111 Euro statt 105 Euro monatlich fällig werden. Pro zusätzlich gebuchter Stunde erhöht sich die Gebühr um elf Euro. Im Krippenbereich zahlt man bisher für eine Betreuungszeit von bis zu vier Stunden täglich 168 und ab 1. September 177 Euro monatlich. Hier fallen pro zusätzlicher Betreuungsstunde weitere 22 Euro an. Die Erhöhung wird in Absprache mit der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Pfeffenhausen vorgenommen, die die Gebühren auf die gleiche Höhe anpassen wird. Wie Bürgermeister Florian Hölzl in der Sitzung darstellte, liege man auch nach der Erhöhung im Vergleich zu den Nachbargemeinden noch im unteren Bereich. Die Gebühren für das Mittagessen in Höhe von 70 Euro pro Monat sowie das jährliche Materialgeld von 25 Euro werden nicht erhöht. Der kommunale Anteil, den der Markt Pfeffenhausen für die Kindertageseinrichtungen (unter gemeindlicher oder anderer Trägerschaft) jährlich leistet, betrug in 2025 insgesamt rund 697.000 Euro.
Elternbeitrag als wichtige Säule der Finanzierung
Derzeit zahlen Eltern für die Betreuung im Kindergarten aufgrund eines Zuschusses des Freistaates Bayern lediglich die monatlichen Gebühren, die 100 Euro übersteigen. Mit der Reform des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes fällt dieser Zuschuss ab Januar weg. Daher möchte sich der Gemeinderat im Herbst damit auseinandersetzen, ob und in welchem Umfang auf diese Änderung reagiert wird.
Hölzl betonte in der Sitzung, dass der Elternbeitrag eine wichtige Säule der Finanzierung der Kindertageseinrichtungen darstelle und man davon ausgehe. Das dürfe auch im Hinblick auf die Zukunft nicht in Frage gestellt werden. So betrug das Defizit im Jahr 2025 für die gemeindlichen Kindertageseinrichtungen ohne den kommunalen Anteil rund 575.200 Euro. Dieses sei auch einer vorausschauenden und am Wohl der Kinder ausgerichteten Personalpolitik geschuldet. So arbeite man beispielsweise mit einem Betreuungsschlüssel, der über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Erhöhung der Gebühren um fünf Prozent aus.
Offene Ganztagsschule führt Kurzgruppen ein
Wurden die Grundschulkinder in der Offenen Ganztagsschule bisher lediglich in Langgruppen bis 16 Uhr betreut, werden ab kommendem Schuljahr nun auch Kurzgruppen bis 14 Uhr eingerichtet, da die Eltern einen entsprechenden Bedarf gemeldet haben. Kooperationspartner im Offenen Ganztag bleibt dabei weiter die Arbeiterwohlfahrt Landshut. Ab September soll nun eine Kurzgruppe mit 21 Kindern eingerichtet werden, außerdem sind weitere vier Langgruppen mit 72 Kindern (67 Zählschüler) geplant. Wie Bürgermeister Florian Hölzl erläuterte, werde derzeit noch abgefragt, ob die Eltern eine Schülerbeförderung um 14 Uhr in Anspruch nehmen werden. Sollte dies der Fall sein, würden zusätzliche Linien eingeplant, da die Eltern einen Anspruch auf Schülerbeförderung haben würden. Der Marktgemeinderat stimmte in der jüngsten Sitzung zu, weiterhin den Mitfinanzierungsanteil zu tragen, den das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus jährlich festlegt. Dieser liegt für die Offene Ganztagsschule in Pfeffenhausen für das kommende Schuljahr bei 40.330 Euro. Hinzukommen dann gegebenenfalls noch eine Beteiligung an einem etwaigen betriebswirtschaftlichen Defizit der Arbeiterwohlfahrt wie auch die Übernahme der Beförderungskosten, wofür aber der Schulverband Pfeffenhausen als Finanzier auftritt.