Ein Haus mit langer Geschichte

Meldung vom 30. April 2026

Nardinikindergarten-Sanierung mit Einweihung und Tag der offenen Tür gefeiert

Der Standort des Nardinikindergartens kann auf eine lange Tradition zurückblicken: Wurden dort doch vor über 100 Jahren bereits Kinder betreut. Nun wurde mit der Generalsanierung des dreigruppigen Kindergartengebäudes der Grundstein für viele weitere Jahrzehnte gelegt. Den Abschluss der Sanierung feierte die Einrichtung am Sonntag mit einer Einweihungsfeier mit Ehrengästen und einem anschließenden Tag der offenen Tür.

Wie Bürgermeister Florian Hölzl in seinem Grußwort erläuterte, hat die Tradition der Kinderbetreuung hier bereits im Jahr 1900 begonnen, als die Witwen Hohenester und Hamberger eine Stiftung zur Errichtung eines Kinderheims und einer sogenannten „Kinderbewahranstalt“, eine Art Kindergarten, gründeten. Die Einrichtungen wurden – mit Ausnahme der Jahre, in denen das NS-Regime herrschte – von Schwestern des Klosters Mallersdorf geführt. 1949 wurden Heim und Kindergarten dem Caritasverband übereignet, der diese bis 1995 betrieb, als das Stiftungsvermögen und das Gebäude an die Pfarrei übergeben wurde. Im Anschluss wurde der vorhandene Gebäudekomplex zu einem Pfarrheim und einem zweiten Kindergarten umgebaut.

Sanierung wurde innerhalb eines Jahres abgeschlossen

Hölzl betonte, dass er froh sei, dass die dringend notwendige Sanierung nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Musste diese doch aufgrund des Neubaus der Kindertagesstätte der Pfeffenhausener Bachspatzen, der aus Kapazitätsgründen notwendig war, etwas warten. Er dankte den beteiligten Planern und Baufirmen für die gute Zusammenarbeit und lobte ihren Einsatz, sodass die Sanierung innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden konnte. Der Markt Pfeffenhausen, der seit 2023 Träger der Einrichtung ist, habe seine Planungen für die Sanierung auch an den städtebaulichen Rahmenplan für die „Neue Grüne Mitte“ angelehnt, die rund um den Gaisberg entsteht. Dieses Quartier beheimatet Bildungs- und Versorgungseinrichtungen in nächster Nähe, zeichnet sich durch kurze Wege aus und soll zu einem Sinnbild für Heimat und Identität werden.

Kindergartenleiterin Manuela Heldrung betonte, dass Personal und Kinder froh waren, bereits zum neuen Kindergartenjahr im September in die neuen deutlich schöneren, hellen und großen Räumlichkeiten, in denen man sich sehr wohl fühle, einziehen zu dürfen. Somit war man nur für ein Jahr auf die Übergangsräumlichkeiten im Pfarrheim, die die Pfarrei dankenswerterweise dafür zur Verfügung stellte, angewiesen.

Kindergarten hat zusätzliche Räume erhalten

Zum Umfang der Sanierungsarbeiten lieferte Planer Michael Wacker einige Daten: So ist der Kindergarten nun barrierefrei zu erreichen, da das alte Treppenhaus ersetzt und um einen Aufzug ergänzt wurde. Die größte räumliche Veränderung gab es im ersten Stock: Hier wurden nach dem Umzug der Bücherei in die Ortsmitte Funktionsräume wie Speiseraum, Schlafraum, Therapieraum und Personalraum in die Einrichtung integriert. Außerdem lag der Fokus auf der energetischen Sanierung: So wurden Fenster und Türen ausgetauscht, das teilweise marode Dach komplett erneuert und das Gebäude mit einem Vollwärmeschutz versehen. Die Ölheizung wurde durch eine Luft-Wärmepumpe ersetzt und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt sowie eine dezentrale Lüftungsanlage installiert. Außerdem wurden die Außenanlagen neu angelegt und etwa um einen großen Sandkasten ergänzt. Dass es sich dabei um eine umfangreiche Generalsanierung handelt, wird auch angesichts der Kosten klar: Diese belaufen sich auf knapp 2,5 Millionen Euro, wobei rund 50 Prozent vom Freistaat Bayern getragen werden. Hinzukommt ein Zuschuss der Förderbank KfW für die Luft-Wärmepumpe.

Bei einem Rundgang segnete Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Günter Müller die neuen Räumlichkeiten, bevor die Einrichtung ihre Türen am Nachmittag für die Bevölkerung öffnete. Das Interesse war sehr groß, zahlreiche Besucher besichtigten das sanierte Gebäude und nahmen das Angebot des Elternbeirats von Kaffee und Kuchen an. Die Kinder nutzten gerne die verschiedenen Stationen, an denen das Kindergartenpersonal etwa Kinderschminken, Basteln und Seifenblasen anbot. Auch freuten sich die Besucher auf den Auftritt des Tanznachwuchses des Turnvereins Pfeffenhausen. So zeigten die „Tanzkrümel“ und die „Tanzflöhe“ ihr Können.

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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