Bürger- und Gesundheitszentrum: Arbeiten an Arztpraxis im Zeitplan

Meldung vom 20. Februar 2026

Der erste Bauabschnitt der Umgestaltung des ehemaligen Brauereigasthofes zum Bürger- und Gesundheitszentrum ist im Zeitplan. Seit Sanierungsbeginn Mitte Oktober haben sich die Arbeiten hauptsächlich auf das frühere Saalfoyer des Wirtshausgebäudes konzentriert, das zu einer Allgemeinarztpraxis umgestaltet wird.

Die Arbeiten in den künftigen Praxisräumen laufen derzeit auf Hochtouren: Die Installationen in den Bereichen Elektro sowie Heizung, Lüftung und Sanitär sind bereits weit vorangeschritten und sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Auch ist die Fußbodenheizung schon vollständig montiert und der Estrich verlegt. Mit den Fliesenlegearbeiten wurde sowohl im Treppenhaus als auch in den Sanitärbereichen der Arztpraxis bereits begonnen.

Geplant ist, dass Anfang März der Boden in den Praxisräumen verlegt wird und die Fenster und Innentüren montiert werden. Die restlichen Innenausbauarbeiten sowie die Malerarbeiten sollen dann etwa bis Mitte März abgeschlossen sein. Im April soll dann auch der Aufzug, der unter anderem für eine barrierefreie Erschließung der Arztpraxis notwendig ist, in Betrieb gehen. Nach derzeitigem Stand können die Allgemeinärzte Dr. Manuela Rösch und Thomas Oelfin damit planmäßig im April in die neuen Räumlichkeiten einziehen.

Wohnungen sollen im Spätsommer fertig sein

Im Anschluss geht es dann im zweiten Stock weiter, wo drei unterschiedlich große Wohnungen entstehen. Hier beginnt der Zimmerer voraussichtlich bereits Anfang März mit den Arbeiten an der Dachkonstruktion, sodass dann das Wärmeverbundsystem an der Außenhaut des Gebäudes angebracht und die Gauben errichtet werden können. Geplant ist, dass der Innenausbau sowie die Fassadengestaltung des ehemaligen Wirtshaustraktes im Spätsommer fertiggestellt sind.

Teil des ersten Bauabschnitts ist auch das ehemalige Wirtshaus im Erdgeschoss. Dieser Gebäudeteil soll entkernt und energetisch saniert werden – ohne jedoch einstweilen einen weiteren Innenausbau vorzunehmen. Diese Entscheidung hat der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens, das den Pöllinger-Komplex Anfang 2024 erworben hat, getroffen, um die weiteren Planungen nicht zu blockieren. Geplant ist, für das Erdgeschoss einen Mieter vorzugsweise aus dem medizinischen, therapeutischen oder gewerblichen Bereich zu finden. Der Innenausbau soll dann auf diesen abgestimmt werden und entsprechend dessen Anforderungen erfolgen.

Zweiter Bauabschnitt mit Bürgersaal soll 2027 beginnen

Im anschließenden zweiten Bauabschnitt wird das Herzstück des Gebäudes, der neue Bürgersaal, verwirklicht. Dazu soll der Pöllingersaal im ersten Stock saniert und umgebaut werden, sodass ein moderner Veranstaltungsraum entsteht. An den Saal angebaut wird ein neues Saalfoyer mit Glasfront, das sich bei geöffneter Trennwand mit dem Bürgersaal zu einer Einheit verschmelzen lässt. Dieser stellt auch eine neue Verbindung zwischen Bürgersaalkomplex und Ärztehaus dar. Über eine neue Außentreppe kann dann der kubusartige Bau vom Pöllingerparkplatz aus erreicht werden. Da der Bürgersaal künftig bei Veranstaltungen leichter von Caterern beliefert werden soll, ist hierfür eine Vorbereitungsküche vorgesehen. An der Stirnseite des ehemaligen Bettentrakts soll ein weiterer, kleinerer Bürgersaal verwirklicht werden. Zusätzlich entstehen in dem Gebäudeteil noch Lager-, Garderoben- und barrierefreie Sanitärräume. Mit dem zweiten Bauabschnitt soll im Jahr 2027 begonnen werden, nach heutigem Planungsstand nach der Faschingssaison.

Die gesamte Sanierung und Umgestaltung des Pöllingerareals kostet nach den aktuellen ingenieurmäßigen Berechnungen rund 6,44 Millionen Euro (ohne Freiflächengestaltung und Nebenkosten). Allerdings erhält die Gemeinde für die öffentlichen Flächen Städtebaufördermittel von bis zu 90 Prozent sowie KfW-Tilgungszuschüsse in Höhe von 318.000 Euro. Zusätzlich erhält die Marktgemeinde, was sich erst in den letzten Wochen abgezeichnet hat, voraussichtlich für den Bauabschnitt I über die Städtebauförderung noch eine zusätzliche, bisher nicht einkalkulierte sogenannte Kostenerstattungsbetragsförderung, dessen Höhe jedoch noch nicht feststeht. Dieses Generationenprojekt wird, soweit es nicht über öffentliche Förderungen und kommunale Einlagen gegenfinanziert wird, über das Kommunalunternehmen langfristig finanziert.

Im Erdgeschoss des Gebäudes sind derzeit die Räumlichkeiten des Turnvereins sowie eine Physiotherapie- und eine Zahnarztpraxis untergebracht. An diesen bestehenden Nutzungen will man festhalten, genauso wie an der Vereinsgaststätte des Billard Clubs 73 im ersten Stock.

Die Arbeiten in der künftigen Allgemeinarztpraxis im ersten Stock des Wirtshaustraktes schreiten voran. 

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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