+++ Das Rathaus ist mit Ausnahme des Wahlamtes von 24.12.25 bis einschließlich 06.01.26 geschlossen. Das Wahlamt ist lediglich am 24.12.25 und am 31.12.25 geschlossen. +++

Bayernwerk informiert über Auswirkung von Batteriespeicheranlagen

Meldung vom 14. Oktober 2025

Pfeffenhausen. Beim Markt Pfeffenhausen gehen derzeit immer wieder Anträge für stationäre Batteriespeicheranlangen ein. Zwar hat Marktgemeinderat bereits Richtlinien beschlossen, anhand derer die Anträge bewertet werden können, die Gemeinderäte wollen nun aber genauer wissen, wie sich Batteriespeicheranlangen auf das örtliche Stromnetz auswirken. Dazu war der Kommunalbetreuer der Bayernwerk Netz GmbH, Tobias Brockel, in der letzten Sitzung zu Gast.

Wie Brockel erläuterte, müsse man zwischen netzbelastenden, netzneutralen und netzdienlichen Speichern unterscheiden. Netzbelastend sei ein Speicher dann, wenn er dauerhaft und uneingeschränkt seine volle vertraglich vereinbarte Anschlussleistung aus dem Netz beziehen und in das Netz einspeisen darf. Eine Netzneutralität sei gegeben, wenn die Einspeise- und Bezugsleistung statisch oder dynamisch auf Grundlage einer flexiblen Netzanschlussvereinbarung durch die Vorgabe von Betriebsbereichen beschränkt wird. Die Bayernwerk Netz GmbH geht davon aus, dass es in Pfeffenhausen von den Kapazitäten des Umspannwerks her aktuell nicht möglich ist, netzneutrale Speicher zu verwirklichen, ohne dass dem ein Netzausbau vorgeschaltet ist. Ein netzdienlicher Speicher werde ausschließlich durch die Bayernwerk Netz GmbH ausgeschrieben, was derzeit für Pfeffenhausen nicht vorgesehen ist. Die Speicherleistung werde bei einem solchen durch vertragliche Regelungen temporär durch den Netzbetreiber begrenzt oder angefordert, wodurch Netzengpässe und Netzausbaubedarfe reduziert werden könnten. In Pfeffenhausen bestünden derzeit keine netztechnischen Perspektiven für netzbelastende, netzneutrale und netzdienliche Batteriespeicher auf der Mittel- und Hochspannungsebene. Von daher müsse davon ausgegangen werden, dass aktuell entsprechende Netzanfragen abgelehnt werden würden, resümierte Brockel. Selbst bei anderslautenden Ergebnissen müsse sich die Gemeinde dessen bewusst sein, dass die entsprechenden Einspeise- und Bezugsleistungen dann eben nicht mehr für andere Vorhaben zur Verfügung stünden, denen die Gemeinde gegebenenfalls einen höheren Stellenwert einräume. Hintergrund sei, dass die Anträge auf Netzzugang derzeit schlicht und einfach in der Reihenfolge des Posteingangs behandelt werden würden. 

Außerdem befasste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag mit der Kostenübernahme für Feuerwehrstiefel. Derzeit erhält die Feuerwehr für hochwertige Lederstiefel einen Zuschuss, der dem Preis von Gummistiefeln entspricht (zwischen rund 90 und 100 Euro). Lederstiefel kosten derzeit zwischen 240 und 290 Euro. Der Restbetrag wird bei neuen Stiefeln zur Hälfte vom Feuerwehrverein und zur Hälfte vom Feuerwehrdienstleistenden getragen. Müssen Stiefel ersetzt werden, trägt der Verein die gesamten Restkosten. Die Verwaltung schlug nun vor, den Zuschuss pauschal auf 100 Euro festzusetzen und die Preisentwicklung jährlich zu überprüfen. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu. In der Sitzung wurde zudem die Wahlleitung für die Kommunalwahl 2026 festgelegt. Einstimmig wurden auf Vorschlag der Verwaltung Nina Karsch als Wahlleiterin und Renate Roider als ihre Stellvertreterin berufen.

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
Diese Meldung teilen:

Weitere aktuelle Themen aus Rathaus & Bürgerservice

alle Neuigkeiten

Oft gesuchte Themen

powered by webEdition CMS