

Daniela Kiebert hat den Familienfachdienst als sozialen Träger im Oktober 2023 gegründet. Wie Kiebert erklärte, werden soziale Dienstleistungen für Familien in allen Lebenslagen angeboten. Eine der zentralen Säulen ist die interdisziplinäre Frühförderstelle, die Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt sowie deren Familien begleitet. Ziel ist es, Entwicklungsverzögerungen, Auffälligkeiten oder Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und passgenau zu fördern – individuell, ganzheitlich und auch präventiv, um größeren Herausforderungen vorzubeugen. Das Angebot ist für Familien kostenlos und unverbindlich. In einem Erstgespräch, für das keine ärztliche Überweisung nötig ist, wird besprochen, welche Unterstützungsmöglichkeiten in Frage kommen. Grundsätzlich kann sich jede Familie melden, die sich Unterstützung, Begleitung oder Förderung für ihr Kind wünscht.
Neben pädagogischer und psychologischer Begleitung bietet die Einrichtung auch therapeutische Leistungen in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie an. Ergänzt wird das Spektrum durch Gruppenangebote für Kinder und Eltern. Zentrales Merkmal der Arbeit ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit: Fachkräfte aus Heil-, Sozial- und Sprachpädagogik, Psychologie, Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie arbeiten eng vernetzt zusammen. Ergänzt wird dieses Konzept durch ein gut etabliertes Netzwerk zu Kinderärzten, Sozialpädiatrischen Zentren, Schulen, Kindertageseinrichtungen und weiteren relevanten Stellen, das eine umfassende Begleitung der Familien ermöglicht. Die Förderung findet je nach Bedarf in den eigenen Räumlichkeiten der Frühförderstelle, in Kitas oder im häuslichen Umfeld statt.
Neben der Frühförderstelle bietet der Familienfachdienst Individualbegleitung für Kinder mit besonderem Förderbedarf sowie einen pädagogischen Fachdienst, der Kindertageseinrichtungen in Sachen Inklusion unterstützt, an. Außerdem beraten die Mitarbeiter Familien in verschiedenen Lebenssituationen und bieten Fortbildungen und Seminare für Fachkräfte an.
Hölzl und Popp lobten die hellen und freundlichen Räumlichkeiten, die in dem historischen und ortsbildprägenden Gebäude am Oberen Marktplatz entstanden sind und zeigten sich beeindruckt von dem breiten Angebot. Sie bezeichneten den Familienfachdienst, der im ganzen Landkreis tätig ist, als einen echten Gewinn für Pfeffenhausen und die gesamte Region. „Der Familienfachdienst schließt eine eklatante Versorgungslücke in Stadt und Landkreis Landshut sowie den anliegenden Landkreisen. Viele Familien, die auf Unterstützung in verschiedenen Bereichen angewiesen sind, sind froh, nun endlich einen zentralen Ansprechpartner zu haben“, betont Hölzl. Christa Popp weiß aus ihrer Zeit als Erzieherin, wie wichtig frühzeitige Unterstützung und Förderung gerade auch im Kita-Alltag sowohl für die Kinder selbst als auch für das Personal ist und lobt das Angebot von Kiebert und ihren Kollegen.
Für alle Interessierten gibt es beim Tag der offenen Tür am 14. November von 14 bis 17 Uhr die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und Angebote des Familienfachdienstes kennenzulernen.
| Zimmer I.4 (1. Stock) | ||
| 08782 / 9600-34 | ||
| kolbinger@markt-pfeffenhausen.de |