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Hochwasserschutz für Oberlauterbach: Baubeginn für Rückhaltebecken für Frühjahr 2026 geplant

Meldung vom 18. Juli 2025

Pfeffenhausen. Regelmäßig haben die Oberlauterbacher nach Starkregenereignissen mit Hochwasser zu kämpfen. Nach jahrelanger Diskussion geht es im kommenden Jahr konkret voran: Geplant ist, dass mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens zwischen Baldershausen und Oberlauterbach im Frühjahr 2026 begonnen wird. Das Wasserwirtschaftsamt Landshut hat dem Markt Pfeffenhausen eine Aufnahme in das Programmjahr 2026 in Aussicht gestellt.

Die Pläne für dieses Becken haben die EBB Ingenieure in Abstimmung mit der Rathausverwaltung und dem Wasserwirtschaftsamt Landshut ausgearbeitet. Diese sehen vor, dass in einem ersten Schritt ein Becken zwischen Baldershausen und Oberlauterbach rechterhand neben der Kreisstraße mit einem Rückhaltevolumen von 11.500 Kubikmeter errichtet werden soll. Um das Wasser von der Kreisstraße in das Becken zu leiten, wird eine Flutmulde angelegt und die Querneigung der Straße am Ortsausgang von Baldershausen genutzt. Außerdem muss der Hochbord des Gehwegs unmittelbar am Ortsende von Baldershausen auf einer Länge von etwa 40 Metern abgesenkt werden. Der Baldershausener Graben wird an die topographisch tiefste Stelle verlegt, um die mögliche Kubatur maximal auszuschöpfen. Im Zusammenhang mit der Verlegung des Bachlaufs wird dieser Abschnitt außerdem ökologisch aufgewertet. Da bis Ende Mai noch kein Förderbescheid des Wasserwirtschaftsamtes vorlag, hat der Marktgemeinderat im Rahmen seiner Haushaltssitzung beschlossen, im Herbst für kommendes Frühjahr auszuschreiben und die notwendigen Gelder in Form sogenannter Verpflichtungsermächtigungen für 2026 bereitzustellen. Eine Vergabe vor Erteilung des Zuwendungsbescheids wäre förderschädlich. Erfahrungsgemäß lässt eine Ausschreibung im Herbst für das Folgejahr auch bessere Preise erwarten. Der Erdbaulastigkeit wegen erscheint es auch sinnvoll, mit der Maßnahme im zeitigen Frühjahr zu beginnen und nicht über die Wintermonate aussetzen zu müssen.

Den Planungen liegen sowohl das integrale Hochwasserschutzkonzept aus 2014 als auch ein Konzept zum Sturzflut-Risikomanagement aus 2022 zugrunde. Dabei wurde nicht nur das Hochwasser berücksichtigt, das durch über die Ufer tretende Gewässer entsteht. In die Hochwasserberechnungen flossen auch das wildabfließende Wasser im Außenbereich, der Geländeverlauf, die Sickerfähigkeit der Böden, die baulichen Nutzungen und die vorhandenen Durchlässe im bebauten Bereich ein. 

Das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Baldershausen und Oberlauterbach stellt den ersten von insgesamt drei Bauabschnitten in dem Bereich dar. Der Markt Pfeffenhausen rechnet hierfür mit Kosten von rund 860.000 Euro, bei einem Fördersatz von voraussichtlich 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Weiter sollen perspektivisch das Gerinne in Oberlauterbach ausgebaut und ein weiteres Hochwasserrückhaltebacken vor Baldershausen gebaut werden. Um Förderungen erhalten zu können, muss der Hochwasserschutz wirtschaftlich sein. Das bedeutet, die Kosten für die Hochwasserschutzmaßnahmen dürfen das Schadenspotenzial von 1,6 Millionen Euro, das das Wasserwirtschaftsamt festgelegt hat, nicht überschreiten. Sind diese Maßnahmen umgesetzt, ist in dem Bereich ein hundertjährlicher Hochwasserschutz (inklusive 15 Prozent Klimafaktor) erreicht.

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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