

Seit Juni vergangenen Jahres – und damit rund ein Jahr nach Baubeginn – ist die Tagespflege der Caritas Kelheim im Erdgeschoss in einem Neubau auf dem Grundstück der früheren Metzgerei Barth untergebracht. Pflege- und betreuungsbedürftige Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Region werden hier betreut, nach Wunsch auch nur an einzelnen Tagen, um dann abends wieder nach Hause gebracht zu werden. Darüber liegend sind neue Wohnungen im Herzen Pfeffenhausens entstanden. Außerdem wurde bereits ein Treppenhausanbau mit Aufzug fertiggestellt. In dem rechts anschließenden Brunnerbräu-Gebäude sollen bis Jahresende im Erdgeschoss sowohl Räumlichkeiten für ein Café wie auch Gewerbeflächen realisiert werden.
Zunächst konzentrieren sich die Arbeiten nun aber auf den ersten Stock: Hier entstehen moderne, barrierefreie Räume für die interdisziplinäre Frühförderstelle des Familienfachdienstes. Im zweiten Stock sollen zusätzlich vier Wohneinheiten realisiert werden. Beide Bereiche sollen bis August bezugsfertig sein. Der Familienfachdienst ist ein privater sozialer Träger unter der Leitung von Daniela Kiebert und wurde im Oktober 2023 gegründet. Eine seiner zentralen Säulen ist die interdisziplinäre Frühförderstelle, die seit März 2024 Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt sowie deren Familien begleitet. Ziel ist es, Entwicklungsverzögerungen, Auffälligkeiten oder Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und passgenau zu fördern. Das Angebot ist für Familien kostenlos und unverbindlich. Eine ärztliche Überweisung ist für das Erstgespräch nicht erforderlich. Neben pädagogischer und psychologischer Begleitung bietet die Einrichtung auch therapeutische Leistungen in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie an.
Zentrales Merkmal der Arbeit ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit: Fachkräfte aus Heil-, Sozial- und Sprachpädagogik, Psychologie, Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie arbeiten eng vernetzt zusammen. Ergänzt wird dieses Konzept durch ein gut etabliertes Netzwerk zu Kinderärzten, Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ), Schulen, Kindertageseinrichtungen und weiteren relevanten Stellen, das eine umfassende Begleitung der Familien ermöglicht. Die Förderung findet je nach Bedarf in den eigenen Räumlichkeiten der Frühförderstelle, in Kitas oder im häuslichen Umfeld statt. Die bisherigen Räume am Marktplatz 16 sind mittlerweile zu klein geworden. Der Umzug stellt daher einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Einrichtung dar. Der Familienfachdienst ist in den vergangenen Monaten stark gewachsen und hat sich zu einem festen Bestandteil der sozialen Versorgungslandschaft in Niederbayern entwickelt. Aktuell gehören rund 80 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Fachrichtungen zum Team.
Um den Parkplatzbedarf, den die Nachnutzung des gesamten Areals mit sich bringt, zu decken, sind zwei Tiefgaragen sowie ein Carport geplant. Insgesamt entstehen so auf dem Gelände rund 60 Stellplätze und damit deutlich mehr als in der Stellplatzsatzung gefordert. Entlang der Postgasse soll ein weiteres Gebäude mit 16 Eigentums- und Mietwohnungen errichtet werden. Forster rechnet damit, das Großprojekt rund um den ehemaligen Brunnerbräu und die Metzgerei Barth Ende 2026 abschließen zu können. Teil des Gesamtvorhabens ist auch die Wiederherstellung einer wertigen Eingrünung entlang der Gabelsberger Straße bis hinauf zum Oberen Marktplatz im Umgriff der Bautätigkeiten. Diesbezüglich arbeitet Forster aktuell in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung ein Konzept aus.
| Zimmer I.4 (1. Stock) | ||
| 08782 / 9600-34 | ||
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