

Auf Initiative der örtlichen Landtagsabgeordneten Ruth Müller (SPD) kamen Vertreter von Kirche, Kommunalpolitik, Landratsamt Landshut (Amt für Ausländerwesen sowie Sozialhilfe), Caritas Landshut und Mitglieder des Asylhelferkreises sowie vier Asylbewerber zu einem „runden Tisch“ zusammen, um die gegenwärtige Situation der Geflüchteten, die in der Unterkunft in der Siegenburger Straße untergebracht sind, mit dem Integrationsbeauftragten zu erörtern.
Wie Bürgermeister Florian Hölzl erläuterte, leben in der Unterkunft derzeit rund 40 Personen, dabei handele es sich zum Großteil um abgelehnte, aber geduldete Asylbewerber. Darüber hinaus leben noch weitere anerkannte Geflüchtete in der Marktgemeinde. Hölzl beschreibt es als ein friedliches „Nebeneinander“ von Asylbewerbern und Pfeffenhausenern – es würde jedoch nicht mehr wirklich gelingen, die Menschen in das gesellschaftliche Leben vor Ort zu integrieren. Er hofft, dass der Helferkreis wieder mehr aktive Mitglieder findet. Derzeit kümmern sich vor allem Annette Fischer und Christa Bickel ehrenamtlich um die Geflüchteten. Auch der Markt Pfeffenhausen versuche, die Asylbewerber im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten einzubinden und beschäftigt regelmäßig Geflüchtete im Bauhof. Diese erhalten für ihre Tätigkeit eine kleine Aufwandsentschädigung, für die der Freistaat Bayern aufkommt. „Wir können es uns nicht leisten, dass Sie ihre besten Jahre mit Abwarten verbringen“, wandte sich Ruth Müller an die anwesenden Asylbewerber.
Diese berichteten, dass sie gerne in Pfeffenhausen leben: „Die Menschen hier sind freundlich“. Allerdings gebe es in der Unterkunft immer wieder Alltagsprobleme. Wichtig wäre außerdem ein Sozialarbeiter vor Ort, der Integrationsarbeit und psychosoziale Betreuung leistet, gab Annette Fischer den Verantwortlichen der verschiedenen Stellen mit auf den Weg. Die Caritas könne hier lediglich rechtliche Beratung leisten, erklärte Ludwig Stangl, Geschäftsführer der Caritas Landshut. Karl Straub wird sich dafür einsetzen, dass die Mittel für psychosoziale Betreuung erhöht werden.
Straub betonte, sein Ziel sei es, „für jeden Menschen den besten Weg zu finden“. So sei es etwa möglich, über „besondere Integrationsleistungen“ eine Bleibeperspektive in Deutschland zu erlangen. Hier sei vor allem entscheidend, dass die Geflüchteten aktiv bei der Klärung der Identität mithelfen. Wenn es nicht möglich sei, den Status eines anerkannten Asylberechtigten zu erlangen, dürfe eine Rückführung ins eigene Land nicht tabuisiert werden, sagte er. Es sei besser, sich in der Heimat eine Existenz aufzubauen, als in Deutschland in Perspektivlosigkeit zu leben.
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