

Die Sportförderrichtlinien sehen vor, dass Sportanlagen, die neu errichtet werden, mit 25 Prozent der tatsächlichen Kosten gefördert werden und weitere Baumaßnahmen eines Vereins mit zehn Prozent. Eigenleistungen werden demnach nicht bezuschusst. Bürgermeister Florian Hölzl erläuterte den Vorschlag der Verwaltung, die Zuschüsse nach einem Flächenschlüssel zu berechnen. Dabei sollen alle eigentlichen Sportflächen (Schießstand und Waffenauswertraum) mit 25 Prozent und die restlichen Flächen mit zehn Prozent gefördert werden. Er verwies darauf, dass bei der Errichtung des Sporttreffs des Turnvereins ebenso verfahren wurde und er deswegen an diesem Modell festhalten wolle. Bei einer Kostenschätzung in Höhe von rund 307.000 Euro förderfähiger Kosten, ergibt sich für das Schützenheim eine Fördersumme von maximal rund 50.000 Euro. Wie Gemeinderat und Schützenmeister Thomas Büchl auf Nachfrage erläuterte, rechne der Verein mit deutlich niedrigeren tatsächlichen Kosten in Höhe von 130.000 bis 150.000 Euro, da viel Eigenleistung erbracht werde. Außerdem betonte er, dass das Gebäude bei Bedarf auch anderen Vereinen zur Verfügung gestellt werden solle. Dem Gemeinderat sagte der Zuschussvorschlag der Verwaltung zu. Michael Wensauer (CSU) betonte, ihm sei es wichtig, sich an ähnlich gelagerten Fällen zu orientieren.
Auch für die Schießanlage hat der Schützenverein einen Zuschussantrag gestellt. Geplant ist, in das neue Schützenheim insgesamt zehn Schießstände zu integrieren. Da der Verein bisher über sechs Stände verfügt, schlug die Verwaltung entsprechend der Sportförderrichtlinie vor, die Erneuerung der sechs Schießstände mit zehn Prozent und die zusätzlichen vier neuen Stände mit 25 Prozent zu bezuschussen. Daraus ergibt sich bei zuwendungsfähigen Kosten von rund 32.000 Euro eine Fördersumme von rund 5.000 Euro. Der Vorschlag von Thomas Niederreiter (SPD) für alle zehn Stände einen 25-prozentigen Zuschuss zu leisten, wurde abgelehnt.
Der Gemeinderat beschloss, die Zuschüsse wie dargestellt zu gewähren. Beide Beschlüsse fielen einstimmig, Schützenmeister Thomas Büchl und Architekt Norbert Zierer nahmen an der Abstimmung als persönlich Beteiligte nicht teil.
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