

Im vergangenen Frühjahr hat das Kommunalunternehmen Pfeffenhausen das sogenannte Pöllinger-Areal als Schlüsselgrundstück zwischen zahlreichen öffentlichen Einrichtungen der Kommune erworben. Wie der Pfeffenhausener Bürgermeister ausführt, soll das Pöllinger-Areal saniert und zu einem vitalen und frequentierten Bürger- und Medizinzentrum weiterentwickelt werden. Mit den dort bereits vorhandenen Einrichtungen einer Zahnarzt- und Physiotherapiepraxis, den Räumen des TV Pfeffenhausen und der Vereinsgaststätte des örtlichen Billard Clubs hat man bereits ein starkes Fundament, auf dem man aufbauen will. In einem ersten Bauabschnitt, der noch im Jahr 2025 losgetreten werden soll, will man das bisherige Wirtshausgebäude auf Vordermann bringen und in diesem Komplex unter anderem die Hausarztpraxis Dr. Rösch und Oelfin ansiedeln. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann der Wirtssaal zu einem modernen und vielseitig nutzbaren Bürgersaal mitsamt aller benötigten Nebenflächen umgebaut werden. Wie Bürgermeister Hölzl die Abgeordnete aus der Nachbargemeinde informierte, sei das Architektenteam um das Büro Raith aus Kelheim gemeinsam mit den Verantwortlichen der Verwaltung aktuell dabei, die Planungen Woche für Woche detailschärfer zu machen. Eingebettet werden sollen die Hochbaumaßnahmen in eine wertige Freiflächengestaltung, die unter dem Schlagwort „Neue Pfeffenhausener Mitte“ den Bildungshügel am Gaisberg, das sogenannte Pöllinger-Areal und den Krausgarten durchzieht und zu einem neuen Quartier verschmelzen lässt. Somit diene das Vorhaben nicht nur der Bündelung von Dienstleistungen an einem Standort, sondern solle, nach den Plänen der Gemeinde, ebenso Begegnungsraum im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhaltes und des guten Miteinanders von Jung und Alt in der Kommune werden. Finanziell werden all diese Maßnahmen mit Städtebaufördermittel unterstützt, hinzukommen nun die Gelder aus den sogenannten „Fraktionsinitiativen“.
Hintergrund
Mit den heute bekannt gegebenen Fraktionsinitiativen von mehr als 90 Millionen Euro runden die Landtagsfraktionen von CSU und FW den Nachtragshaushalt 2025 ab, setzen eigene Schwerpunkte und regionale Impulse im ganzen Freistaat. Insgesamt dürfen sich 400 Projekte in ganz Bayern über Zuschüsse freuen. Besonders im Fokus stehen dabei die Unterstützung der Inneren Sicherheit sowie Aufstockungen bei Bildung und Wissenschaft. Auch das ehrenamtliche Engagement und der Sport als wertvoller Kit der Gesellschaft werden unterstützt. „Rund zwei Drittel der Fraktionsinitiativen gehen dabei in den ländlichen Raum. Damit unterstützen wir besonders Projekte, die unmittelbar vor Ort wirken“, führt Landtagsabgeordnete Petra Högl aus und ergänzt: „Oft sind es gerade kleinere Initiativen in den Kommunen, bei denen der Staat mit vergleichsweise wenig Geld neue Kräfte für das Gemeinwohl entfesseln kann. Deshalb nutzen wir unsere Fraktionsinitiativen ganz gezielt, um die oftmals ehrenamtliche Arbeit in lokalen Projekten wertzuschätzen. Wenn wir Bayerns Spitzenposition halten möchten, brauchen wir den Einsatz der Menschen für unsere Gemeinschaft“, sagt Petra Högl.
Neue Wege geht der Freistaat Bayern im Rahmen der Fraktionsinitiativen bei der Anwerbung von Landärzten: CSU und FW starten ein Stipendienprogramm für Medizinstudenten, die im EU-Ausland studieren. Als Gegenleistung verpflichten sich die jungen Menschen, nach Abschluss des Studiums mindestens fünf Jahre als Landarzt in Bayern zu arbeiten. Dafür stehen 2,4 Millionen Euro bereit. Weiter liegt mit rund 11,3 Millionen Euro ein wuchtiger Schwerpunkt der Fraktionsinitiativen heuer auf der Inneren Sicherheit. So fließen allein 3,8 Millionen Euro in den Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum.
Die Fraktionsinitiativen werden derzeit im Haushaltsausschuss beraten und sollen am 9. April 2025 mit dem Nachtragshaushalt 2025 vom Landtag beschlossen werden.
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