

Wie Bürgermeister Florian Hölzl in der Sitzung am 14. Januar erläuterte, stehe der Streckenverlauf grundsätzlich schon fest und sei sowohl mit dem Landratsamt Landshut als auch dem Wasserwirtschaftsamt Landshut abgestimmt worden. Auch mit den Grundstückseigentümern habe man sich geeinigt, sodass derzeit die Baufreigabeerklärungen eingeholt werden. Die Kosten des gesamten Geh- und Radwegs teilen sich Landkreis Landshut (außerorts) und Markt Pfeffenhausen (innerorts). Außerdem wird der Bau durch staatliche Fördergelder unterstützt.
Die Verwaltung schlägt nun vor, das restliche Teilstück in zwei Unterabschnitte Pfaffendorf – Abzweigung Koppenwall und Abzweigung Koppenwall – Rainertshausen aufzuteilen. Letzterer könnte noch heuer realisiert werden. Der Bau des Radweges ist mit erheblichen Kosten verbunden. Der Landkreis kann angesichts der angespannten Haushaltssituation dieses Jahr nach den vorliegenden Entwürfen jedoch lediglich 300.000 Euro Budget zur Verfügung stellen. „In Anbetracht der Gesamthaushaltssituation sehen wir das als Erfolg“, betonte Hölzl. Auch die Finanzsituation des Markts selbst sei der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wegen angespannt. All das habe die Verwaltung dazu veranlasst, die Unterteilung in zwei Unterabschnitte vorzuschlagen.
Außerdem kann die Marktgemeinde bei einer Unterabschnittsbildung und damit einem Aufschieben des Abschnitts von Pfaffendorf bis zur Abzweigung Koppenwall die Zeit nutzen, um sich nochmal mit dem Thema Hochwasserschutz in Pfaffendorf auseinanderzusetzen. Grundsätzlich sind im Integralen Hochwasserschutzkonzept aus dem Jahr 2014 im Bereich Pfaffendorf keine Maßnahmen vorgesehen, da diese damals als unwirtschaftlich eingestuft wurden und daher nicht gefördert werden können. Wirtschaftlich sind Hochwasserschutzmaßnahmen nur dann, wenn die Kosten für die Maßnahmen das Schadenspotenzial eines 100-jährlichen Hochwasserereignisses nicht übersteigen. Trotzdem möchte die Verwaltung das Thema Hochwasserschutz in Pfaffendorf – auch auf Anregungen aus der jüngsten Bürgerversammlung – nochmal prüfen.
Der Marktgemeinderat steht geschlossen hinter dem Vorschlag der Verwaltung, den Bau des Geh- und Radwegs in den zwei Abschnitten zu realisieren. Zweite Bürgermeisterin Christa Popp (FW), dritter Bürgermeister Josef Hyronimus (CSU) und Klaus Leopold (FW) betonten, dass das Vorgehen sinnvoll sei, um sicherzustellen, dass der Bau des Radwegs mit einem etwaigen Hochwasserschutz vereinbar ist. Auch sei es gut, in der Sache Geh- und Radwegbau Schritt für Schritt voranzukommen. Robert Mora (Grüne) betonte, dass es ihm wichtig sei, dass der zweite Abschnitt als Lückenschluss zum Ortsteil Pfaffendorf ebenfalls zeitnah verwirklicht wird.
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