

Insgesamt haben 154 Haushalte grundsätzlich Interesse an einem Nahwärmeanschluss angemeldet. Allerdings liegen die Adressen so über den ganzen Ort verstreut, dass keine Möglichkeit besteht, auf der jetzigen Basis ein Nahwärmenetz rentabel umzusetzen.
Trotzdem möchte der Markt Pfeffenhausen künftig auf Nahwärme setzen und eine kommunale Nahwärmeplanung erstellen. Zwar ist am 1. Januar 2024 das Gesetz für Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) in Kraft getreten, in Bayern wird derzeit jedoch noch die landesrechtliche Umsetzung erarbeitet. Erst wenn diese gesetzlichen Rahmenbedingungen bekannt sind, könne man fundierte Aussagen treffen, wie die kommunale Nahwärmeplanung umgesetzt werden kann, betont Bürgermeister Florian Hölzl. Er kann sich hier auch eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden der ILE Holledauer Tor vorstellen. Im Hauptort Pfeffenhausen umfasst die Nahwärmenetzplanung ein Gebiet mit 23.400 Trassenmetern. Wenn ein Planungsauftrag für die kommunale Nahwärmeplanung vergeben wird, soll auch das Wasserstoffareal betrachtet werden. Hier könnte die Abwärme des Grünen Elektrolyseurs nicht nur für die Versorgung des Wasserstoffzentrums und des dortigen Gewerbeparks genutzt werden, sondern auch für die anliegenden Siedlungen.
Das Thema Nahwärmenetz bleibe auf der Agenda, allerdings brauche man einen klaren landesgesetzlichen Rahmen und mehr Zeit, um dieses wichtige Thema gemeinsam mit Kooperationspartnern seriös und systematisch vorantreiben zu können, so das Fazit aus dem Pfeffenhausener Rathaus.
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