

Auf dieser Fläche hat die Firma Fahrner bereits im Frühjahr 2023 einen Damm aufgeschüttet, der dafür sorgt, dass das Wasser nach Oberhornbach zurückgehalten wird, bevor es gedrosselt in den Hornbach fließt. Die Drosselleistung entspricht dabei dem maximalen Leistungsvermögen des Bachlaufs im Bereich der geschlossenen Bebauung Niederhornbachs von 1,0 m³/s. Der Damm musste sich über einige Monate setzen. Während dieser Zeit ist allerdings der Grundwasserspiegel – vermutlich aufgrund der hohen Niederschlagsmenge – so sehr angestiegen, dass das Tosbecken zunächst nicht betoniert werden konnte. Mit Hilfe von Feuerwehrpumpen konnte das Grundwasser dann jedoch auf einfachem Weg abgesenkt werden, sodass die Restarbeiten erledigt werden konnten.
Das Rückhaltevolumen beläuft sich auf 36.300 Kubikmeter, was Niederhornbach vor einem Starkregenereignis, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren eintritt, schützt. Außerdem wurde im Zuge der Bauarbeiten der Hornbach ein Stückchen verlegt und in dem Bereich zwischen Ober- und Niederhornbach ökologisch aufgewertet. Der Bach verläuft nun statt geradlinig mäandrierend und wird am Ufer mit verschiedenen Büschen und Bäumen bepflanzt. Um die vorhandenen Synergien maximal zu nutzen, wurde die Hochwasserschutzmaßnahme zum Anlass genommen, im Ober- und Unterlauf des Damms insgesamt drei Retentionsmulden anzulegen. Dies war aus dem Gesichtspunkt der genehmigten Niederschlagswassereinleitungen erforderlich, weil der Hornbach von seiner Leistungsfähigkeit her nicht ausreichend dimensioniert ist. Mit der Anlage der Mulden wurde damit der Markt Pfeffenhausen den entsprechenden Vorgaben der unteren Wasserrechtsbehörde am Landshuter Landratsamt gerecht.
Der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens und die ökologische Aufwertung des Hornbachs kosten rund 800.000 Euro (zuzüglich Baunebenkosten). Hierfür erhält die Marktgemeinde eine staatliche Förderung in Höhe von 60 Prozent aus dem Etat des Freistaats Bayern. Fachlich begleitet wurde der Markt Pfeffenhausen durch das Ingenieurbüro Dietlmeier aus Pfeffenhausen. Dem Bau gingen ein komplexes Plangenehmigungsverfahren am Landshuter Landratsamt und ein Förderverfahren beim Wasserwirtschaftsamt Landshut voraus, das die Gemeinde auch als zuständige Fachbehörde bei den Hochwasserschutzplanungen begleitet hat.
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