Plan für Sportheimsanierung steht - Förderantrag soll gestellt werden
Meldung vom 26. März 2024
In seiner letzten Sitzung hat der Marktgemeinderat die Planungen für die Generalsanierung des Sportheims an der Moosburger Straße zum Zweck der Förderantragstellung einstimmig gebilligt. Bürgermeister Florian Hölzl rief eingangs in Erinnerung, dass die Sanierung seit vielen Jahren auf der Agenda stehe. Nun habe man einen Plan, mit dem man in das Förderverfahren gehen wolle. Erfreulich sei, dass die Bezirksregierung zwischenzeitlich eine Förderung in Aussicht gestellt habe. Marc Feil vom Büro Ecoplan stellte sodann die Sanierungsplanungen vor. Ziel sei es gewesen, einen soliden Sanierungsvorschlag zu unterbreiten und sich weitestgehend am Bestand zu orientieren. So seien an der Außenhaut Putzausbesserungen und Malerarbeiten vorgesehen. Ersetzt werden sollen die Geländer im Bereich der Verenda mitsamt des dortigen Bodenbelags. Auch Außentüren und Fenster stünden zum Austausch an. Im Inneren seien neben kleineren Grundrisseingriffen die Verlegung neuer Böden, der Austausch der Türblätter, der Ersatz der Umkleidebänke und der Verbau einer neuen abgehängten Lochdecke im Schulungsraum vorgesehen. Hinzukämen Putzausbesserungen, Fließenleger- und Malerarbeiten. In Sachen Elektroplanung sei vorgesehen, die nicht mehr funktionstüchtige Solaranlage zu demontieren. Festhalten wolle man am elektrischen Heizsystem. Um aber wirtschaftlicher zu werden, sollen Haupt- wie auch Nebendach mit einer 31 kWp starken PV-Anlage zum Eigenverbrauch und zur Überschusseinspeisung belegt werden. Hinzukomme ein 10 kW leistungsstarker Batteriespeicher. Diesem Vorschlag, so Feil, seien Variantenuntersuchungen vorausgegangen. Schließlich werde die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. Größere Eingriffe gingen mit den HLS-Planungen einher. Die Warmwasserversorgung soll künftig über einen 1000 Liter fassenden elektrischen Warmwasserbereiter erfolgen. Zum Austausch stehe das komplette Wassernetz an. Geplant sei, vor allem auch aufgrund der Trinkwasserhygiene, eine neue Zirkulationsleitung. Zum Sanierungsprogramm gehörten auch die Erneuerung von Sanitäreinrichtungen und punktuell die Nachrüstung dezentraler Raumluftfilter mit Wärmerückgewinnungsfunktion. Teil des Sanierungspaket sei nicht zuletzt ein intelligentes Schließsystem. Die geschätzten Baukosten lägen nach den ausführlichen Darstellungen Feils bei rund 630.000 Euro, wobei noch rund 20 Prozent an Baunebenkosten hinzukommen würden. Wie hoch die Förderung sei, ließe sich heute noch nicht genau beziffern. Wenn auch die Sanierungskosten beträchtlich seien, habe eine Prüfung ergeben, dass die Sanierung wirtschaftlich und von daher allein zuwendungsfähig sei. Klaus Leopold (FW) zeigte sich ob der hohen Kosten erschrocken, obgleich man sich auf das Notwendige beschränken würde: „Die Standards und die gesetzlichen Vorgaben treiben die Kosten gerade für den öffentlichen Sektor immer weiter nach oben.“ Dem pflichteten 3. Bürgermeister Josef Hyronimus und Daniel Gürtner (CSU) bei. Raum nahm die Diskussion über die Notwendigkeit eines neuen Frischwassernetzes ein, wobei Hermann Dürmeyer (CSU) konstatierte, dass der Austausch altersbedingt im Rahmen einer Generalsanierung auf jeden Fall sinnvoll sei. Bürgermeister Hölzl betonte, dass man bei der späteren Ausschreibung nichts unversucht lassen wolle, gegebenenfalls über Eigenleistungen weitere Einsparungen vorzunehmen. Ehrlicherweise könne man aber aufgrund des Projektvolumens heute noch nicht seriös beurteilen, wann die Sanierung genau in Angriff genommen werde: „Wir wissen nun endlich, was wir wollen, und können in das Förderverfahren gehen. Der Umsetzungszeitpunkt hängt davon ab, wann wir grünes Licht des Fördergebers bekommen und inwiefern wir die benötigten Haushaltsmittel bereitstellen können.“ Im Rahmen der bevorstehenden Haushaltsaufstellung und der Ausarbeitung der mittelfristigen Finanzplanung müsse sich das Gremium damit auseinandersetzen. Fakt sei, dass die gemeindlichen Vorhaben priorisiert und auch zeitlich gestreckt werden müssten.
Kontakt
Anna Kolbinger
Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit