Faserzement und Holz in Kombination: Marktgemeinderat traf Entscheidung zur Fassadengestaltung der Turnhallen
Meldung vom 20. März 2024
In seiner letzten Sitzung hat der Marktgemeinderat im Vorgriff des Neubaus einer 1,5-fach Turnhalle und der Generalsanierung der großen Bestandshalle die Entscheidung zur Fassadengestaltung getroffen. Nachdem im Herbst letzten Jahres hierzu das Meinungsbild im Gremium noch kontrovers war, stellte sich die Situation nun anders da. Dem gingen Planungsoptimierungen des beauftragten Büros, Arbeitstreffen wie auch eine Besichtigungsrundfahrt voraus, im Rahmen derer verschiedene Fassadensysteme direkt am Objekt in Augenschein genommen wurden. Bürgermeister Florian Hölzl erinnerte daran, dass man sich von Beginn an einig gewesen sei, auf eine vorgehängte und hinterlüftete Fassade zu setzen, die wartungsarm sei. Ergebnis der Besichtigungsrundfahrt, so Hölzl, sei der Vorschlag, hieran festzuhalten und die beiden Halleneinheiten mit vertikal ausgerichteten Faserzementplatten in einer Betonoptik zu beplanken. Der Verbindungsbau zwischen neuer und sanierter Halle soll mit Holzlatten beplankt werden. Im weiteren Fortgang erläuterte Architekt Peter Bielmeier vom beauftragten Büro Winkler im Beisein von Projektsteuerer Marc Feil anhand verschiedener Illustrationen den Fassadengestaltungsvorschlag im Detail. Faserzement sei erprobt, wirtschaftlich und praktisch, weil die Platten vor Ort auf Maß geschnitten werden könnten, so Bielmeier. Durch die zurückhaltenden Farbgebungen würden die Gebäudekörper betont und fügten sich gut in die Umgebungsbebauung ein. Gerade in Kombination mit den Holz-Alu-Fenstern und der metallischen Stehfalzdeckung in einem Braunton ergäbe sich ein stimmiges Gesamtbild. Dem schlossen sich die Ratsmitglieder in ihren Wortmeldungen durch die Bank an. Robert Mora (Grüne) begrüßte zum Beispiel, dass nun durch die Kombination von Faserzement und Holz das aus seiner Sicht anfänglich zu monolithische Erscheinungsbild aufgebrochen werde. Auch Michael Wensauer (CSU) sprach sich für den Fassadengestaltungsvorschlag aus und betonte dabei vor allem die Wirtschaftlichkeit. Bei der sich anschließenden Abstimmung wurde das vorgestellte Fassadenkonzept schließlich einstimmig gebilligt. Davor galt es, noch kleinere Details in Bezug auf den Verbindungsbau zwischen den Halleneinheiten zu klären. Hier einigte sich das Gremium schnell darauf, auf unbehandeltes Lärchenholz zu setzen. Auch waren die Räte in der Mehrheit der Meinung, den Verbindungsbau durchgehend mit Holz zu beplanken, während 3. Bürgermeister Josef Hyronimus und Simon Söder (FW) vor dem Hintergrund einer unterschiedlichen Verwitterungsintensität dafür plädierten, den Bereich oberhalb des Vordachs mit Faserzementplatten zu versehen. Ob das Flachdach zwischen den Halleneinheiten begrünt wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden und auf Vorschlag Peter Bielmeiers davon abhängig gemacht werden, inwiefern diese Zone für Aufbauten im Zusammenhang mit der Haustechnik benötigt wird. Bürgermeister Florian Hölzl dankte, nachdem nun sämtliche Bemusterungsentscheidungen gefällt wurden, für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit rundum um das Turnhallenprojekt.
Kontakt
Anna Kolbinger
Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit