Aldi und Drogeriemarkt dm wollen nach Pfeffenhausen
Meldung vom 7. März 2024
Das Einzelhandelsunternehmen Aldi und die Drogeriemarktkette dm wollen sich in Pfeffenhausen niederlassen. Georg Gehring, bei Aldi Süd für die Projektentwicklung in der Region verantwortlich, sagt, die Entscheidung für Pfeffenhausen sei nicht aus dem Bauch heraus gefällt worden: „Pfeffenhausen ist eine sich sehr gut entwickelnde Gemeinde mit Zukunftschancen. Hinzu kommt die gute Anbindung: Pfeffenhausen liegt verkehrsgünstig an der B 299 und ist für Kunden schnell und einfach zu erreichen.“ Das seien die Gründe, weshalb man sich im Rahmen eines Strategieprozesses dafür entschieden habe, in Pfeffenhausen vorstellig zu werden. In seiner letzten Marktgemeinderatssitzung hat das Gremium Beschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Sondergebiet Einzelhandel gefasst und damit grünes Licht für die Ansiedlungen ausgesandt. Verwirklicht werden sollen die Filialen von Aldi und dm mit Verkaufsflächen von rund 1000 beziehungsweise 700 Quadratmeter direkt an der Moosburger Straße gegenüber des vorhandenen EDEKA-Verbrauchermarkts. Im Vorfeld der nun gefassten Beschlüsse seien unter Berücksichtigung der unternehmerischen Vorgaben, der Interessen der Gemeinde und nicht zuletzt auch aus dem Blickwinkel der Grundstücksverfügbarkeit verschiedene Flächenkulissen gesichtet und bewertet worden, ging Bürgermeister Florian Hölzl in der Sitzung nochmal auf die Entstehungsgeschichte ein. Schlussendlich fiel im Rahmen einer Gesamtabwägung die Standortwahl auf das Areal an der Moosburger Straße. Im Rahmen des anstehenden Bauleitplanverfahrens, bei dem die Gemeindeverwaltung auf die Expertise des Landshuter Planungsbüros Längst und Voerkelius zurückgreifen wird, gehe es darum, die unterschiedlichen Belange abzuprüfen und ihnen mit planerischen Entscheidungen gerecht zu werden, um in einem transparenten Verfahren möglichst zeitnah Baurecht zu schaffen. Im Idealfall soll im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden. 2. Bürgermeisterin Christa Popp (FW) bedankte sich im Verlauf der Sitzung bei der Rathausverwaltung, Flächeneigentümern und allen Beteiligten, die sich mit viel Engagement dafür einsetzen würden, über die nun möglichen Ansiedlungen das Einzelhandelsangebot in Pfeffenhausen und der Region noch attraktiver zu gestalten. Vor allem ein qualitatives Drogerieangebot sei ein wirkliches Pfund, auf das die Menschen warteten. Auch ließe sich über eine hochwertige Städtebau- und Grünplanung die Einfahrtssituation in den Ort aufwerten. Sabine Heß (Grüne), die als einziges Ratsmitglied gegen den Start der Bauleitplanverfahren votierte, sieht hingegen keinen Bedarf für die beiden Märkte und hält den Standort überdies aufgrund der Nähe zum Marktbachtal mit seinen Biotopstrukturen für nicht geeignet. 3. Bürgermeister Josef Hyronimus (CSU) sprach von einer „riesigen Chance“. Er machte deutlich, dass man mit den nun möglichen Ansiedlungen den immer wieder formulierten Wünschen der Verbraucher gerecht werden würde. Klaus Leopold, Fraktionssprecher der Freien Wähler, sprach sich ebenfalls für das Vorhaben aus und ging auf das Einzugsgebiet der beiden Märkte ein, das vor allem aufgrund der Nähe zur B 299 deutlich über die Gemeindegrenzen hinausreichte. Hinzukomme, dass sich durch die Kaufkraftbündelung an der Moosburger Straße auch Chancen für den dort vorhandenen Verbrauchermarkt ergeben könnten. Michael Wensauer, Fraktionssprecher der CSU, bekräftigte diese Sicht der Dinge: „Pfeffenhausen wird weiter wachsen. Vor diesem Hintergrund ist auch der Bedarf zu sehen.“ Auch Martin Gebendorfer (FW) zeigte sich erfreut: „Ich finde es super, dass Aldi und dm zu uns wollen und das Einzelhandelsangebot an der Moosburger Straße aufweiten können. Damit haben wir einen richtigen Standortvorteil.“ Bürgermeister Florian Hölzl blickte schließlich nochmal in die Zukunft und betonte, dass es nun darum gehe, in Seriosität und in enger Abstimmung mit Fachbehörden und Fachplanern die Bauleitplanung voranzutreiben. In diesem Zusammenhang würden auch einige Gutachten in Auftrag gegeben werden müssen: „Wir können heute nicht das Ergebnis der Bauleitplanung vorwegnehmen, werden aber alles tun, um zu Baurecht zu kommen und dabei allen im Raum stehenden Belangen bestmöglich gerecht zu werden.“
Kontakt
Anna Kolbinger
Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit