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Schnelles Internet in der Fläche der Gemeinde – Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom unter Dach und Fach

Meldung vom 12. Dezember 2023

Pfeffenhausen. Wie mehrfach berichtet, nutzt der Markt Pfeffenhausen Förderprogramme des Bundes und des Landes, um alle Anwesen im Gemeindegebiet, die aktuell mit weniger als 30 Mbit/s down versorgt sind, mit Glasfaser bis zu den Anwesen zu erschließen. Zu diesem Zweck ist das Gemeindegebiet in zwei Lose unterteilt worden. Den Zuschlag für Los 2, den Bereich Baldershausen, Hochreit, Mantlach und Oberlauterbach, erhielt dabei im Rahmen eines notwendigen EU-weiten Vergabeverfahren die Firma Leonet. Dabei wurden insgesamt 174 Adressen FTTH-mäßig mit Glasfaser bis zu den Gebäuden versorgt. Dabei handelt es sich um unterversorgte Adressen im vorstehenden Sinn, sogenannte Vortriebsadressen, die entlang der Ausbauroute liegen, und Adressen, die das Unternehmen Leonet nach den Möglichkeiten der Eigenmitverlegung eigenwirtschaftlich ohne Beisteuerung öffentlicher Gelder ausgebaut hat. Die Wirtschaftlichkeitslücke, die die unrentablen Kosten darstellt, betrug dabei rund 809.000 Euro, wobei 50 Prozent seitens des Bundes und 40 Prozent seitens des Freistaats Bayern übernommen werden. Abgesehen von einigen wenigen Anschlüssen ist das Netz bereits in Betrieb genommen worden. Was das übrige Gemeindegebiet mit seinen Einöden, Weilern und Dörfern anbelangt, hat sich die Deutsche Telekom im EU-weiten Ausschreibungsverfahren behaupten können. Mit Datum vom 29. November diesen Jahres hat nun die Deutsche Telekom nach einem mehrjährigen und äußerst komplexen Verwaltungs- und Förderverfahren endlich den Kooperationsvertrag mit dem Markt Pfeffenhausen zum Los 1 unterzeichnet. Nach den internen Regularien des Telekommunikationsnetzbetreibers war dies erst nach Vorliegen der Förderbescheide über die finale Höhe der Zuwendung durch Bund und Land möglich. Das Gebiet, das durch die Deutsche Telekom erschlossen werden soll, erstreckt sich auf 99 Adressen, die über das ganze Gemeindegebiet verstreut sind. Die Versorgung soll sowohl über neue Tiefbautrassen wie auch über Mitnutzung vorhandener Oberlandleitungen erfolgen. Die unrentablen Kosten, die auf die öffentliche Hand umgelegt werden, belaufen sich dabei auf circa 4,7 Millionen Euro, wobei die Gemeinde wiederum mit Zuwendungen in Höhe von 90 Prozent bedacht werden soll. Was das Ausbauzeitfenster anbelangt, hat sich die Deutsche Telekom dahingehend eingelassen, dass in 2024 Planung, Standort und Wegesicherung erfolgen, während mit dem eigentlichen Tiefbau im Sommer 2025 begonnen werden soll. Mit der Inbetriebnahme des Netzes soll dann im Frühjahr 2026 gestartet werden. Bürgermeister Florian Hölzl freut sich, dass nun endlich nach jahrelanger müheseliger Arbeit der Verwaltung der Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom unter Dach und Fach ist. Freilich sei die Zeitplanung nicht zufriedenstellend. Man tue weiterhin alles, ohne dabei einen wirklichen Hebel zu haben, dass die Arbeiten früher erledigt werden würden. Gedanklich beschäftige man sich aktuell auch mit der Fragestellung, wie man unter Abruf von Fördergeldern die Adressen im Umland ans Glasfasernetz bringen kann, die zwar schon eine Downloadgeschwindigkeit von 30 Mbit/s haben, aber eben nicht Teil des erfolgten beziehungsweise vergebenen FTTH-Ausbaus sind. Zwischenzeitlich ist es aufgrund einer Novellierung des europäischen Beihilferechts möglich, eben auch diese Adressen unter Einsatz öffentlicher Gelder mit Glasfaser zu erschließen.

Kontakt

Anna Kolbinger

Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit
Zimmer I.4 (1. Stock)
08782 / 9600-34
kolbinger@markt-pfeffenhausen.de
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