Marktgemeinderat gibt Planung für Neubau und Sanierung von Sporthallen frei: Baubeginn für Sommer 2024 erwartet
Meldung vom 28. September 2023
Im Rahmen der letzten Marktgemeinderatssitzung stellte Herr Bielmeier von Winkler Architekten die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung des Neubaus einer 1,5-fach Sporthalle und der Generalsanierung der großen Bestandshalle vor. Der Marktgemeinderat billigte die Pläne zum Zweck der Förderantragstellung einstimmig. Die Maße der 1,5-fach Sporthalle betragen 37 auf 18 Meter. Die große Bestandshalle, die auf Rohbauniveau zurückgesetzt und grundlegend saniert werden soll, hat Abmessungen von 27 auf 15 Meter. Die 1,5-fach Sporthalle soll ein Pultdach mit einer Dachneigung von 5 Grad erhalten, während die große Bestandshalle mit einem asymmetrischen Satteldach mit einer Dachneigung von 17 Grad belegt werden soll. Die 1,5-fach Sporthalle sitzt unter Geländeniveau und ist mittels Trennvorhangs unterteilbar. Unter Berücksichtigung eines neu entstehenden Bewegungs- und Konditionsraums stehen dann nach Fertigstellung der Gesamtmaßnahme für Schul- und Freizeitsport bis zu vier Sportflächen zur gleichzeitigen Nutzung zur Verfügung. Der Weg in die Hallen führt über ein neues Eingangsfoyer, das vom Schulinnenhof her zugänglich ist. Über das Foyer gelangt man wahlweise über eine Treppe oder mittels Aufzugs barrierefrei nach unten auf die Ebene der beiden Sporthallen. Die Sporttreibenden haben die Möglichkeit, sich erdgeschossig in den insgesamt vier Umkleiden umzuziehen, um dann über eine eigene Treppe nach unten zu gelangen. Die neue 1,5-fach Sporthalle verfügt über eine Ausgabeküche, um die Halle punktuell für Veranstaltungen nutzen zu können. Die Belichtung der neuen Halleneinheit erfolgt weitestgehend über Tageslicht, indem sowohl Fensterfronten zum Pausenhof hin sowie Lichtbänder gegenüberliegend eingeplant sind. Vom architektonischen Anspruch her, erläuterte Bielmeier, sei man darauf bedacht, die neue Halleneinheit wie auch die große Bestandshalle bestmöglich zu einem Baukörper zusammenzufassen und dadurch dem Gesamtareal mehr Ruhe zu verleihen. In Sachen Materialauswahl berichtete Bielmeier aus der Tagung des baubegleitenden Gremiums, dem Mitglieder aller Marktgemeinderatsfraktionen angehören. Vorgestellt habe man als Architekturbüro in dieser Runde eine Fassaden- und Dachgestaltung aus Titanzink und Fensterelemente aus Holz-Alu. Auch mit Holz und Faserzement als Optionen einer vorgehängten hinterlüfteten und wartungsarmen Fassade habe sich das Gremium beschäftigt. Die Marktgemeinderatsmitglieder stellten sich mit ihren Wortbeiträgen hinter die Planung, wobei die Idee, Fassade und Dach aus Titanzink zu gestalten, einigen Räten nicht gefiel. Hermann Dürmeyer und Thomas Rami (beide CSU) zum Beispiel wiesen auf die technischen Anfälligkeiten dieses Materials hin. Robert Mora (Grüne) war der Meinung, dass dieser Werkstoff gerade auch in der vorgestellten grauen Farbgebung zu einem zu monolithischen Erscheinungsbild führe. Michael Wensauer (CSU) sprach hingegen von guten Materialvorschlägen, die ein stimmiges Gesamtkonzept ergäben. Bürgermeister Hölzl kündigte an, das Thema der Materialwahl nochmal gesondert im Marktgemeinderat aufzurufen: „Bei einem solch weitreichenden Vorhaben müssen wir uns die dafür nötige Zeit nehmen.“ Die Ratsmitglieder Sabine Heß (Grüne) und Max Hagn (CSU) warben in ihren Wortbeiträgen dafür, den Flachdachbereich zwischen neuer und zu erhaltender Halle in begrünter Form auszuführen. Schließlich wusste Bielmeier davon zu berichten, dass sich die Höhendifferenz von rund 50 Zentimetern zwischen den Hallen aufgrund der Anforderungen des neuen Technikraum voraussichtlich nicht auflösen lasse. Das war ein Prüfauftrag, mit dem sich das Architekturbüro auf Wunsch der Ratsmitglieder seit der letzten Behandlung im Gremium auseinandersetzte. Projektsteuerer Marc Feil vom Büro Ecoplan stellte so dann den aktuellen Stand der Kostenberechnung vor. Gegenstand der Kostenberechnung sind der Abtrag der Pöllingerhallen an der Moosburger Straße, der Abtrag der kleinen Schulturnhalle, der Neubau der 1,5-fach Sporthalle, die Generalsanierung der großen Bestandshalle, die Freiflächengestaltung inklusive Neuanlage eines zentralen Bushalts an der Moosburger Straße sowie sämtliche Planungs- und Baunebenkosten. Insgesamt ginge das Planungsteam gegenwärtig für das Gesamtpaket von Kosten in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro aus. Diese Zahl sei Ergebnis eines langwierigen Abstimmungsprozesses unter Beteiligung des gesamten Planungsteams gewesen. Auf dem Weg hin zu dieser Zahl habe man versucht, an allen Ecken und Enden Einsparungen vorzunehmen, ohne dabei die Qualität des Vorhabens aufs Spiel zu setzen. Grundlage der Berechnung seien zurückliegende Vergaben gewesen. Natürlich habe man aufgrund der Großwetterlage die Hoffnung, dass sich bei den Ausschreibungen bessere Ergebnisse erzielen lassen würden. Das könne aber vorab nicht seriös beurteilt werden. Die komplexen fördertechnischen Rahmenbedingungen erläuterte Bürgermeister Hölzl. Insgesamt bestünde die Perspektive darauf, staatlicherseits mit einer Zuwendung in der Größenordnung von bis zu drei Millionen Euro bedacht zu werden. Beabsichtigt sei, darüber hinaus mit der Städtebauförderung an der Bezirksregierung zu klären, ob möglicherweise im Hinblick auf den neuen Bushalt an der Moosburger Straße weitere Fördertöpfe erschlossen werden könnten. Er sprach allen am Vorhaben Beteiligten schließlich seinen Dank aus. „Nur weil alle mit Hochdruck gearbeitet haben, können wir nun noch fristgerecht im September einen Förderantrag bei der Bezirksregierung einreichen.“ Bielmeier blickte schließlich, ehe das Gremium die Entwürfe freigab, noch auf den Bauablauf voraus. Angedacht sei, im Sommer 2024 mit dem Abtrag der kleinen Schulturnhalle zu beginnen. Daran soll sich der Neubau der 1,5-fach Sporthalle nahtlos anschließen. Die Bauabläufe würden so organisiert werden, dass immer eine Halleneinheit zur Nutzung zur Verfügung stünde.
Kontakt
Anna Kolbinger
Büro des Bürgermeisters, Öffentlichkeitsarbeit