

Es ist geplant, für den Geh- und Radweg weitestgehend bereits ausgebaute Feldwege aufzugreifen und sie zu asphaltieren, um Kosten zu sparen und weitere Flächenversiegelungen im Sinn der Nachhaltigkeit zu minimieren. Begonnen haben die Arbeiten am Montag auf dem Feldweg zwischen Leitendorf und Pfaffendorf, der derzeit ausgekoffert wird. Während der gesamten Bauzeit (voraussichtlich bis Ende des Jahres) ist es nötig, den Feldweg zwischen Egglhausen und Pfaffendorf für den landwirtschaftlichen Verkehr zu sperren.
Die geplante Trasse führt von Pfeffenhausen Richtung Egglhausen über die „Schoasbruck“, weiter rechterhand der Laber nach Egglhausen und dann durch das Dorf. Am Ortsausgang von Egglhausen sollen Radfahrer die Kreisstraße LA 39 überqueren, um von dort aus auf einem im Böschungsbereich neu angelegten Radweg und über eine neue Fahrradbrücke kreisstraßenbegleitend zurück in Fahrtrichtung Pfeffenhausen zu fahren. Unmittelbar nach der Vakuumstation soll der Radfahrer rechts auf den Nebenweg in Richtung Leitendorf und Pfaffendorf einscheren. Laberaufwärts werden dann wieder von der Linienführung her die vorhandenen Feldwege aufgegriffen.
Es ist vorgesehen, den Geh- und Radweg zwischen Pfeffenhausen und Pfaffendorf mit einer Länge von rund 2,8 Kilometern sowohl für Spaziergänger und Radfahrer als auch für Land- und Forstwirte freizugeben. Daher ist es notwendig, den Weg mit einer Breite von drei Metern anzulegen – anstatt 2,50 Meter, wie es für einen Radweg üblich ist. Auch eine Traglastverstärkung wird durchgeführt. Die Kosten für diesen Mehraufwand sowie für den Bau innerorts trägt die Marktgemeinde. Die restlichen Kosten für die Abschnitte außerhalb der Ortschaften trägt der Landkreis, weil es sich nach einer Einschätzung der Regierung von Niederbayern bei dem Gesamtvorhaben zwischen Rainertshausen und Pfeffenhausen um einen kreisstraßenbegleitenden Weg handelt. Finanziell wird der Freistaat Bayern Marktgemeinde und Landkreis unter die Arme greifen, um dieses wichtige Verkehrsprojekt zu verwirklichen. Die Regierung von Niederbayern hat bereits eine Förderung von 80 Prozent sowohl der Bau- als auch der Planungskosten zugesichert. Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt betragen rund 883.000 Euro.
Bürgermeister Florian Hölzl und dem Marktgemeinderat ist bewusst, dass der zweite Abschnitt zwischen Pfaffendorf und Rainertshausen der wichtigere ist. Jedoch fehlen der Marktgemeinde hier noch entscheidende Flächen, um den Geh- und Radweg realisieren zu können. Im Übrigen sei eine Umsetzung in „einem Ruck“ auch vom Geld her kaum schulterbar, betont Hölzl. Zu diesem Ergebnis sei man gemeinsam mit dem Landkreis Landshut gekommen, mit dem man das Vorhaben entlang der Kreisstraßenverbindung gemeinsam umsetzen will. Deswegen habe man sich dafür entschieden, zuerst den Abschnitt zwischen Pfaffendorf und Pfeffenhausen – bei dem der Grunderwerb als gesichert gilt – in Angriff zu nehmen.
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