

Wie Bürgermeister Florian Hölzl erläuterte, ist geplant, eine zentrale Kleiderkammer für alle Feuerwehren im Gemeindegebiet einzurichten. „Wir wollen Einsatzkräfte und nicht Kleidungsspinde ausstatten“, betonte er. In der Kleiderkammer sollen zum Beispiel Einsatzjacken abgegeben werden, wenn jemand seinen Dienst quittiert und diese wiederum an neue aktive Mitglieder ausgegeben werden. Langfristig ist angedacht, die Einrichtung zu einer Materialkammer auszuweiten und dadurch die Beschaffungen für die einzelnen Feuerwehren im Gemeindegebiet zu verbessern. Zum Beispiel könnten dann bestimmte Einsatzgegenstände, die schnell verschleißen, zum Austausch vorgehalten werden. Eingerichtet werden soll die Kleiderkammer im Dachgeschoss des Feuerwehrhauses Pfeffenhausen, in dem sich derzeit noch das Jagdmuseum befindet. Da die Nachfrage kontinuierlich gesunken ist und das Museum in den vergangenen Jahren keine Besucher hatte, beschloss der Gemeinderat einstimmig, das Jagdmuseum aufzulösen. Mit dem Handwerkerhaus oder dem Naturhof Osterwind gebe es, so der Tenor im Rat, auch ohne Jagdmuseum gute museale Angebote in der Gemeinde.
Für die Feuerwehr Pfeffenhausen wird es immer schwieriger, Maschinisten zu finden, die die großen Feuerwehrfahrzeuge fahren dürfen. Deswegen schlugen die Kommandanten vor, die für den Dienst notwendigen Führerscheine vonseiten der Marktgemeinde zu bezuschussen. Ein solcher Führerschein kostet für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen mindestens 4.000 bis 5.000 Euro. Der Marktgemeinderat beschloss nach kurzer Beratung einstimmig, den Führerschein mit 50 Prozent der tatsächlichen Kosten und maximal 1.750 Euro zu bezuschussen. Um einen Zuschuss zu erhalten, muss der erste Kommandant dem Antragssteller im Vorfeld bestätigen, dass es aus seiner Sicht notwendig ist, dass der Führerschein abgelegt wird. Zusätzlich entscheidet der Marktgemeinderat über jeden Einzelfall. Diese Regelung ist derzeit nur für die Feuerwehr Pfeffenhausen relevant, da die restlichen Gemeindefeuerwehren über kein Fahrzeug über 7,5 Tonnen verfügen. Für weniger schwere Fahrzeuge besteht die Möglichkeit, den sogenannten Feuerwehrführerschein kostenfrei abzulegen.
Außerdem befasste sich der Gemeinderat damit, wie man im Falle eines Blackouts, also eines großflächigen Stromausfalls, reagiert. Dazu stellte Kommandant Wolfgang Gaillinger kurz das Projekt „Leuchtturm“ vor. Ziel ist es, im Krisen- und Katastrophenfall den Feuerwehrdienst und die kritische Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Dazu wird das Feuerwehrhaus Pfeffenhausen mit dem eigenen Notstromaggregat versorgt, um im Notfall etwa Notrufe absetzen oder wichtige Informationen austauschen zu können.
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