

Auch Landrat Peter Dreier betonte in seinem Grußwort, wie wichtig das Ehrenamt für die Gesellschaft sei. Es sei schön, dass die Gemeinde Personen auszeichnet, die sich in verschiedenster Weise für andere einsetzen, und sie so zu „besonderen Bürgern“ macht. Er sprach den dreien auch vonseiten des Landkreises ein großes Dankeschön für ihr Engagement aus.
In seiner Laudatio hob Hölzl das besondere soziale Engagement von Olga Meißner hervor: „Triebfeder Ihres Engagements war immer das Bemühen, für Miteinander und Zusammenhalt im dörflichen Leben zu sorgen.“ 18 Jahre lang war Meißner als Vorsitzende des Frauenbundes in Oberlauterbach aktiv, in der Pfarreiengemeinschaft Pürkwang-Oberlauterbach kann sie auf über 30 Jahre im Pfarrgemeinderat, als Lektorin und Kommunionhelferin sowie als Organisatorin des Seniorennachmittags zurückblicken. „Ihr Engagement gründet auf der tiefen christlichen Überzeugung, dass Menschen nur in der Gemeinschaft mit anderen aufblühen“, sagte Hölzl. Seit 1999 engagiert sich Meißner außerdem im Hospizverein Landshut, wofür sie bereits das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern erhalten hat. Sie besucht alte und kranke Menschen und begleitet sie in der letzten Phase ihres Lebens. „Sie gehen dorthin, wo es bisweilen auch dunkel ist und schenken sterbenden Menschen ein Ohr, Aufmerksamkeit und Wertschätzung“, so Hölzl.
Auch Josef Meier leiste seit Jahrzehnten „unglaublich viel, damit unsere Gemeinde schlicht und einfach funktioniert und die örtlichen Vereins- und Ehrenamtsstrukturen aufrechterhalten werden“, betonte Hölzl in seiner Laudatio. Von 1988 bis zu seinem Ruhestand 2019 sei Meier gemeinsam mit seiner Frau Rita ein Unternehmerpaar wie aus dem Bilderbuch gewesen: fleißig, bescheiden und sozial engagiert. Das Paar führte einen Getränkemarkt mit Verleih- und Lieferdienst, der viele Veranstaltungen erst möglich gemacht hat. Meier stellte für kleine und große Feste Biertischgarnituren, Kühlschränke, Durchlaufkühler und Sonnenschirme zur Verfügung. 40 Jahre lang und davon 16 Jahre als Vorsitzender war Meier außerdem in der Vorstandschaft der Feuerwehr Pfeffenhausen aktiv. Auch im kirchlichen Leben engagierte er sich Jahrzehnte lang: 45 Jahre organisierte er die Fußwallfahrten der Pfarrei Pfeffenhausen, war lange Pfarrgemeinderatsmitglied und seit 1978 Cheforganisator des Erntedankfestes. Auch als CSU-Vorstandsmitglied, bei den Stockschützen und als Schriftführer des Kriegervereins, der er bis heute ist, brachte und bringt Meier sich in örtliche Vereine ein. Wie es sich für einen „richtigen“ Pfeffenhausener gehört, ist Meier auch geprägt von der 5. Jahreszeit: Gemeinsam mit seiner Frau Rita war er 1973 Faschingsprinzenpaar, was die beiden erst zu einem richtigen Paar hat werden lassen.
Auch Georg Gumplinger sei ein „ehrenamtliches Urgestein und aus dem gesellschaftlichen leben unserer Gemeinde nicht wegzudenken“, betonte Florian Hölzl. In seiner Laudatio ging er auf sein gesellschaftliches und politisches Engagement ein: „Sich als gläubiger Christ und politisch denkender Mensch in die Geschicke seiner Heimatgemeinde aktiv einzubringen, ist die Richtschnur deines gesellschaftlichen Engagements.“ Von 1972 bis 1984 war Gumplinger Mitglied des Gemeinderats und habe so bereits in jungen Jahren Verantwortung für das übernommen, was vor der eigenen Haustür passiert. Besonders engagiert hat sich Gumplinger für die Kolpingsfamilie Pfeffenhausen, deren Ehrenmitglied er ist. Er ist nicht nur seit über 60 Jahren aktives Mitglied, sondern war auch sechs Jahre als Vorsitzender und ist seit 22 Jahren als Kassier in der Vorstandschaft tätig. Besonders am Herzen lag ihm dabei das Theaterspielen und brachte sich dabei 30 Jahre lang als Regisseur ein. Sein kirchliches Engagement erstreckte sich neben der Kolpingsfamilie auch auf sein langjähriges Wirken als Pfarrgemeinderat, Pfarrgemeinderatssprecher und Lektor. Außerdem hat er viel Zeit dem Sport gewidmet und war 17 Jahre lang Abteilungsleiter des TC Schwarz-Weiß Pfeffenhausen. Nicht zuletzt hat auch er als früherer Prinz eine Faschingsvergangenheit.
Dass sich diese drei Persönlichkeiten diese besondere Auszeichnung verdient haben, stand für den Marktgemeinderat schnell fest, sodass die Entscheidung Olga Meißner, Josef Meier und Georg Gumplinger die Bürgermedaille zu verleihen, einstimmig fiel. Die Verleihung fand im Rahmen eines Ehrenabends in der Schlossgaststätte Oberlauterbach statt. Neben den Familien der Geehrten und dem Marktgemeinderat gratulierten auch Landrat Peter Dreier, Pfarrer Günter Müller, Pfarrerin Veronika Mavridis und die Altbürgermeister Arno Wolf und Karl Scharf den neuen Trägern der Bürgermedaille.
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