Wie Aiwanger betonte, übernimmt das Wirtschaftsministerium die gesamten Kosten, die für die Erschließung der Fläche anfallen, auf der das Wasserstoff Technologie- und Anwenderzentrum (WTAZ) entstehen soll. Die Förderung erhält die Kommunalgesellschaft H2LA GmbH, die aus dem Markt Pfeffenhausen und dem Landkreis Landshut besteht, da sie Eigentümerin der WTAZ-Fläche ist und somit die Erschließungskosten an den Markt Pfeffenhausen zu zahlen hat. Die Marktgemeinde, die das Gelände erschließt, hat bereits die Zufahrt auf das Areal und zum Elektrolyseur asphaltiert. Ein weiterer Bauabschnitt wird ab Mitte des Jahres realisiert, sodass die Gemeinde damit rechnet, das gesamte Wasserstoff-Areal bis Oktober 2024 erschlossen zu haben.
Landrat Dreier und Bürgermeister Hölzl betonten übereinstimmend: „Wir sind dem Freistaat sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung, da wir als Kommunalgesellschaft durch die Förderung kein Vorfinanzierungsrisiko zu tragen haben. Der heutige Bescheid ist ein starkes politisches Bekenntnis des Freistaats zum Wasserstoffstandort Landkreis Landshut.“ Darüber finanzierte der Freistaat Bayern auch den Grunderwerb dieser Flächen vollumfänglich. Hier hat die H2LA GmbH bereits im vergangenen Jahr einen entsprechenden Förderbescheid erhalten.
Der Wasserstoff-Campus mit einer Größe von rund 12,8 Hektar wurde auf verschiedene Eigentümer aufgeteilt. Dem Markt Pfeffenhausen gehören die Flächen rund um das WTAZ, auf denen sich Gewerbe aus dem Wasserstoffsektor ansiedeln kann. Die H2LA GmbH erwarb 66.375 Quadratmeter, auf denen das eigentliche Wasserstoffzentrum mit Laboren, Prüfständen, Büro- und Verwaltungsflächen errichtet werden soll. Auf 5.405 Quadratmetern erbaut die Hy2B Wasserstoff GmbH derzeit einen Elektrolyseur und die Hynergy GmbH will auf 1.343 Quadratmetern eine Autofrettage-Anlage, eine Testeinrichtung für Wasserstofftankanlagen, errichten.