+++ Das Rathaus ist mit Ausnahme des Wahlamtes von 24.12.25 bis einschließlich 06.01.26 geschlossen. Das Wahlamt ist lediglich am 24.12.25 und am 31.12.25 geschlossen. +++

Dammschüttung hat begonnen: Spatenstich für Bau des Hochwasserrückhaltebeckens bei Niederhornbach

Meldung vom 21. März 2023

Seit dieser Woche rollen die Bagger auf der Fläche zwischen Ober- und Niederhornbach. Dort errichtet die Firma Fahrner ein Hochwasserrückhaltebecken, das Niederhornbach, das bereits öfter von Überschwemmungen betroffen war, vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützt. Auch die weiteren Unterlieger, wie zum Beispiel der Ort Pfeffenhausen, profitieren von dieser wichtigen Hochwasserschutzmaßnahme, wird doch durch das Rückhaltebecken der Ablauf des Hornbachs, der in Pfeffenhausen in die Große Laber mündet, gedrosselt.

Derzeit wird auf dem Baufeld senkrecht zur Kreisstraße ein längerer Damm aufgeschüttet. Dieser sorgt dafür, dass das Wasser in Richtung Oberhornbach zurückgehalten wird, bevor es gedrosselt in den Hornbach fließt. Die Drosselleistung entspricht dabei dem maximalen Leistungsvermögen des Bachlaufs im Bereich der geschlossenen Bebauung Niederhornbachs von 1,0 m³/s. Das Rückhaltevolumen beläuft sich auf 36.300 Kubikmetern, was Niederhornbach vor einem Starkregenereignis, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren eintritt, schützt. Außerdem wird im Zuge der Bauarbeiten der Hornbach ein Stückchen verlegt und in dem Bereich zwischen Ober- und Niederhornbach ökologisch aufgewertet. Der Bach verläuft künftig statt geradlinig mäandrierend und wird am Ufer mit verschiedenen Büschen und Bäumen bepflanzt. Um die vorhandenen Synergien maximal zu nutzen, wird die Hochwasserschutzmaßnahme zum Anlass genommen, im Ober- und Unterlauf des Damms insgesamt drei Retentionsmulden anzulegen. Dies ist aus dem Gesichtspunkt der genehmigten Niederschlagswassereinleitungen erforderlich, weil der Hornbach von seiner Leistungsfähigkeit her nicht ausreichend dimensioniert ist. Mit der Anlage der Mulden wird damit der Markt Pfeffenhausen den entsprechenden Vorgaben der unteren Wasserrechtsbehörde am Landshuter Landratsamt gerecht.

Die Arbeiten sollen zum Großteil bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Da sich der Damm, der befahrbar sein wird, jedoch über viele Monate setzen muss, können die dann noch ausstehenden Restarbeiten erst im kommenden Frühjahr erledigt werden. Dann wird gemessen, wie weit sich der Damm tatsächlich gesetzt hat und das überschüssige Material abgetragen. Der Hochwasserschutz ist jedoch bereits vorhanden, sobald der Damm aufgeschüttet wurde.

Der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens und die ökologische Aufwertung des Hornbachs kosten rund 800.000 Euro (zuzüglich Baunebenkosten). Hierfür erhält die Marktgemeinde eine staatliche Förderung in Höhe von 60 Prozent aus dem Etat des Freistaats Bayern. Fachlich begleitet wird der Markt Pfeffenhausen durch das Ingenieurbüro Dietlmeier aus Pfeffenhausen. Dem Bau gingen ein komplexes Plangenehmigungsverfahren am Landshuter Landratsamt und ein Förderverfahren beim Wasserwirtschaftsamt Landshut voraus, das die Gemeinde auch als zuständige Fachbehörde bei den Hochwasserschutzplanungen begleitet hat.

Weitere aktuelle Themen aus Rathaus & Bürgerservice

alle Neuigkeiten

Oft gesuchte Themen

powered by webEdition CMS