

Nahverkehrsplanung: Verbesserung für Pfeffenhausen
Stadt und Landkreis Landshut stellen derzeit einen Nahverkehrsplan auf, der in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Nach heutigem Stand verbessert sich dadurch die Situation der Anbindung Pfeffenhausens und seiner Ortsteile zum Teil deutlich. Wie diese Pläne aussehen könnten, erläuterte Bürgermeister Florian Hölzl in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Ziel sei grundsätzlich eine an die Raumstruktur angepasste gleichwertige ÖPNV-Bedienung im gesamten Landkreis Landshut. Das Grobkonzept sieht eine neue Hauptverbindungsachse durch den Landkreis Landshut vor – die „Landshuter Acht“. Im nördlichen Landkreis führt diese Route über Furth, Pfeffenhausen, Rottenburg und Hohenthann nach Landshut. Diese Strecke soll nach den bisherigen Planungen werktags von 6 bis 20 Uhr stündlich und von 20 bis 22 Uhr im zweistündigen Rhythmus verkehren. „Für die gesamte Marktgemeinde führt die Nahverkehrsplanung zu einer deutlichen Verbesserung – nicht nur für den Hauptort Pfeffenhausen“, betonte Hölzl. Neben der Beibehaltung der bisherigen Verbindungen und der Einführung der „Landshuter Acht“ sei zum Beispiel angedacht, Oberlauterbach stärker an Rottenburg anzubinden, von wo aus Umstiege möglich sind. Aber auch an die kleineren Dörfer und Einöden, die nicht direkt an der „Landshuter Acht“ liegen, wird gedacht: Über Bedarfsverkehre sollen künftig auch diese Gemeindeteile idealerweise im zweistündigen Rhythmus die Möglichkeit haben, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wie dies konkret aussehen soll, stehe jedoch noch nicht fest. Ein Beschluss zur Nahverkehrsplanung soll heuer noch fallen. Die neuen Linien sollen dann nach und nach eingeführt werden.
Windkraftpotenziale in der Marktgemeinde
Durch das neue Wind-an-Land-Gesetz haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für Windräder in Bayern stark geändert. Was das für die Marktgemeinde konkret bedeutet, hat Bürgermeister Florian Hölzl in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläutert. Ziel des neuen Gesetzes sei es, mehr Windenergie zu erzeugen. So sollen bis Ende 2027 1,1 Prozent und bis Ende 2032 1,8 Prozent der bayerischen Landesfläche für Windenergieanlagen ausgewiesen sein. Um diese Ziele zu erreichen, wird schon jetzt die 10H-Regel in einigen Fällen ausgesetzt. Diese Regel besagt, dass Windkraftanlagen einen Mindestabstand vom 10-fachen ihrer Höhe zu Siedlungen einhalten müssen, sofern die Kommune keine Ausnahme bestimmt. Ausgesetzt ist die Regelung zum Beispiel in schon im Regionalplan ausgewiesenen Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für Windkraftnutzung und im Wald. Um das Flächenziel von 1,1 bzw. 1,8 Prozent in der Region Landshut zu erreichen, wird bei der Fortschreibung des Regionalplans mit Windvorranggebieten sicherlich aus topografischen Gründen ein Fokus auf den nord-westlichen Landkreis Landshut und damit auch auf die Gemeinde Pfeffenhausen gelegt werden. Auf Gemeindegebiet befinden sich derzeit acht Flächen, die im Regionalplan speziell für eine Windkraftnutzung ausgewiesen sind, wobei zwei davon das Gemeindegebiet nur streifen. Allerdings befindet sich Pfeffenhausen im Umgriff einer militärischen Radaranlage, was die Höhe der Windräder begrenzt und somit die Wirtschaftlichkeit einiger Standorte in Frage stellt. Es sei jedoch möglich, dass die Höhenbegrenzungen gerade im Randbereich dieses Korridors, wo sich auch die Gemeinde Pfeffenhausen befindet, künftig aufgeweicht werden. Um das weitere Vorgehen in Sachen Windkraft in der Region besser steuern und begleiten zu können, sei angedacht, dass sich die ILE Holledauer Tor beim Bayerischen Wirtschaftsministerium um die Förderung eines sogenannten Windkümmerers bewirbt.
So geht es auf dem Wasserstoffareal weiter
Die ersten beiden Bauabschnitte auf dem Wasserstoffgelände sind mittlerweile abgeschlossen – nun hat sich der Gemeinderat damit befasst, wie die nächsten Schritte aussehen sollen. Das gesamte Areal soll bis Herbst 2024 fertig erschlossen sein. Wie Bürgermeister Florian Hölzl erläuterte, ist die Marktgemeinde unter anderem für die Herstellung der Verkehrsflächen, die Straßenbeleuchtung und die abwassertechnische Erschließung zuständig und hat in einem ersten Schritt bereits die Zufahrt auf das Wasserstoffareal und eine Straße zum Elektrolyseur asphaltiert. Im Zuge der Erschließung wurden der Kanal sowie die Versorgungsleitungen durch die einzelnen Spartenträger mitverlegt. Außerdem wurde auf dem Gelände ein Regenrückhaltebecken mit einem Rückhaltevolumen von 356 Kubikmetern errichtet. Wie Daniela Gschlößl vom Ingenieurbüro Ferstl erläuterte, soll in einem weiteren Schritt zunächst die Stichstraße entlang des Elektrolyseurs gebaut werden, damit dieser reibungslos in Betrieb gehen kann. Dieser Abschnitt soll im September dieses Jahres abgeschlossen werden. Im Anschluss ist der Straßen- und Kanalbau in Richtung Dürnwinder Straße geplant. Hier wird mit einer Bauzeit bis Juni 2024 gerechnet. In diesem Rahmen entsteht auch eine unterirdische Löschwasservorhaltung in Form einer Rigole, die das gesamte Gebiet über die Hydranten hinaus mit Löschwasser versorgt. Bis Oktober 2024 soll dann der Ringschluss realisiert werden und damit der Abschluss der gemeindlichen Erschließungstätigkeit auf dem Gelände erfolgen. Wie Bürgermeister Florian Hölzl erläuterte, wolle man nun alle noch offenen Bauabschnitte gesammelt ausschreiben, um bessere Preise zu erzielen. Zur Finanzierung erklärte er, dass ein Kostenübernahmerahmenvertag ausgearbeitet wurde, der die Modalitäten der Erschließungsabrechnung für den Bereich des Elektrolyseurs und des Wasserstoffzentrums regelt. Die Flächen für das Wasserstoffzentrum hat die H2LA GmbH erworben – eine Kommunalgesellschaft bestehend aus dem Markt Pfeffenhausen und dem Landkreis Landshut. Vorgesehen ist, dass die Kommunalgesellschaft die Flächen über einen Erbbaurechtsvertrag an die Betreibergesellschaft des Wasserstoffzentrums weiterreicht. Für die Erschließungskosten hat die H2LA GmbH einen Förderantrag beim Bayerischen Wirtschaftsministerium gestellt. Es sei damit zu rechnen, dass das Ministerium bis zur Vergabe der Baumaßnahmen im Förderverfahren die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt, was das finanzielle Risiko der Kommunalgesellschaft deutlich minimiert, betonte Hölzl.
Neues Erscheinungsbild für den Markt Pfeffenhausen
Die Marktgemeinde möchte sich nach außen hin moderner präsentieren, deswegen hat die Verwaltung gemeinsam mit Stefan Franz von der Gestaltungsbude GmbH ein neues und einheitliches Erscheinungsbild erarbeitet. Zentraler Bestandteil ist ein neues Logo, das Bürgermeister Florian Hölzl dem Gemeinderat in der letzten Sitzung präsentierte. Dieses orientiert sich an dem Design, das bereits für den Hallertauer Erlebnismarkt und die Pfarr- und Gemeindebücherei verwendet wird. Zentrale Elemente sind die Silhouetten der Türme der ortsbildprägenden Gebäude Pfeffenhausens (Rathaus und Pfarrkirche St. Martin) sowie die Hopfendolde, die die Bedeutung des Hopfenanbaus in der Marktgemeinde symbolisiert. Wie Hölzl erläuterte, spiegeln die grafischen Elemente die traditionelle Prägung des Ortes wider, der Claim wiederum beschreibt die Offenheit der Gemeinde für Neues. Dabei wird am bisherigen Wortlaut „Markt der Möglichkeiten“ festgehalten. Außerdem möchte man auf eine einheitliche Farbgestaltung setzen und hat sich hier für ein Dunkelblau ausgesprochen, das künftig sowohl auf der neuen Website als auch auf Briefköpfen, Anzeigen und anderen Veröffentlichungen verwendet werden soll. Auch eine gut lesbare und schlichte neue Standardschriftart wurde ausgewählt. Dem Gemeinderat gefallen das neue Logo sowie die Standardschriftart, sodass er diesen Vorschlägen ohne Gegenstimme zustimmte.