WTAZ zum Erfolg für die Region machen: Benachbarte Bürgermeister informieren sich über Wasserstoffzentrum

Meldung vom 23. Dezember 2022

Vergangene Woche informierten sich die Bürgermeister der Nachbargemeinden über das Wasserstoffzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen und besichtigten das Gelände. Auf dem Areal errichtet die Hy2B Wasserstoff GmbH (Betreibergesellschaft der Wasserstofferzeugungsanlage) bereits den Elektrolyseur, die Marktgemeinde ist für die Erschließung des Geländes zuständig.

Die Arbeiten im Bereich des ersten Erschließungsabschnitts wurden fristgerecht vor dem Wintereinbruch abgeschlossen: Die Zufahrt auf das Gelände und eine Straße hin zum Elektrolyseur sind bereits asphaltiert. Im Vorfeld des Einbaus der Tragschicht wurden durch die Firma Fahrner aus Mallersdorf-Pfaffenberg unter Koordination des Ingenieurbüros Ferstl aus Landshut gemeinsam mit den verschiedensten Spartenträgern Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Bürgermeister Florian Hölzl unterstrich, dass die vielen Beteiligten von Wasserzweckverband über Bayernwerk, Bürgerenergiegenossenschaft Niederbayern bis hin zur Deutschen Telekom sehr gut zusammengearbeitet hätten, um die Arbeiten innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters zu verrichten.

Weiter ging Hölzl vor seinen Kollegen auf die Bauleitplanung ein, die nun nach der erfolgten Flächennutzungsplanänderung und der Aufstellung zweier Bebauungspläne in der letzten Marktgemeinderatssitzung vor Weihnachten zum Abschluss gebracht worden sei. Stets sei man dabei gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro Längst und Voerkelius aus Kumhausen bemüht gewesen, die berechtigten Belange der Behörden und beteiligten Verbände in die Planunterlagen einzuarbeiten. Er sei allen Akteuren, vor allem den Marktgemeinderatsmitgliedern und den Verwaltungsmitarbeitern, dankbar, dass man sich diesen konsensualen Ansatz gemeinsam auf die Fahne geschrieben habe.

Hölzl berichtete von den laufenden Abstimmungen mit den Förderbehörden in Bund und Land, soll es doch – nachdem am Elektrolyseur schon gebaut wird – auch möglichst schnell mit der Verwirklichung des eigentlichen Technologiezentrums losgehen. Entsprechend der Zuständigkeiten – wie dargestellt ist der Markt Pfeffenhausen für die Bauleitplanung und die Erschließung des Areals verantwortlich – habe die Marktverwaltung beim Bayerischen Wirtschaftsministerium einen Zuwendungsantrag hinsichtlich der Förderung von Erschließungskosten eingereicht: „Damit ist wieder ein wichtiger Meilenstein genommen, auf den wir mehrere Monate gemeinsam mit unseren Juristen hingearbeitet haben.“ Bekanntlich will der Bund Bau und Betrieb des Technologiezentrums mit 72,5 Millionen Euro fördern, während der Freistaat bis zu 30 Millionen Euro zur Campusentwicklung beisteuern will.

Die Bürgermeister Andreas Horsche (Furth), Hans-Peter Deifel (Weihmichl), Michael Ostermayr (Obersüßbach), Andrea Weiß (Hohenthann) und Alfred Holzner (Rottenburg) dankten dem Kollegen aus Pfeffenhausen für den offenen Austausch und betonten, hinter dem Vorhaben zu stehen, das für den nördlichen Landkreis Landshut und darüber hinaus Bedeutung habe. Sie machten deutlich, im engen Schulterschluss über die Gemeindegrenzen hinweg darauf hinzuarbeiten, den Wasserstoffcampus zu einem Erfolg für die ganze Region zu machen. Gerade die geopolitische Situation zeige wie wichtig es sei, die Transformation im Energiesektor voranzutreiben und aktiv zu gestalten. Dabei werde, war man sich einig, der Wasserstoffwirtschaft eine bedeutende Rolle zukommen: „Dass wir hier im nördlichen Landkreis Landshut künftig als Standort eines national bedeutenden Zentrums Impulsgeber für eine Zukunftsbranche sein dürfen, sehen wir als eine gemeinsame Chance, die wir nutzen wollen.“ Bürgermeister Florian Hölzl dankte für die Geschlossenheit und die Unterstützung, die man nicht als Selbstverständnis voraussetzen dürfe. Die Bürgermeister vereinbarten, auch gemeinsam mit Landrat Peter Dreier im Austausch und Dialog zu bleiben, um Entwicklungen vorherzusehen und bei der weiteren Projektentwicklung, wenn erforderlich, zu gemeinsamen Positionierungen zu kommen.

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