

Außerdem werden die Bauherren dazu verpflichtet, 60 Prozent ihrer Dachflächen mit PV-Modulen zu bestücken. Auf Hinweis des Landratsamts hin wurde in der Sitzung nochmal am Begründungsansatz für die PV-Pflicht gearbeitet. Die erforderliche Rechtfertigung erfährt sie nun durch ein kommunales Energiekonzept. Auf Nachfrage von Klaus Leopold (Freie Wähler) bestätigte Planer Dipl.-Ing. Stefan Längst vom Büro Längst & Voerkelius, dass es auch auf begrünten Flachdächern möglich sei, PV-Anlagen zu installieren und dass die Bauherren auf diesem Gelände nicht zwingend auf die Netzeinspeisung angewiesen seien. Schließlich solle der Strom dort hauptsächlich zur Eigennutzung produziert oder in den Elektrolyseur eingespeist werden.
Zuschuss für Sanierung der Pestkapelle
Die Pestkapelle in Oberlauterbach ist nicht mehr im besten Zustand und soll nun instandgesetzt werden. Da die barocke Feld- und Flurkapelle mit ihrem massiven Satteldachbau mit Pilastergliederung und Dachreitern unter Denkmalschutz steht, ist eine Generalsanierung aufwendig. Eigentümer Anton Freiherr von Cetto rechnet nach vorliegenden Angeboten mit Kosten von mehr als 90.000 Euro und hat bei der Marktgemeinde einen Zuschussantrag gestellt. Bürgermeister Florian Hölzl sprach sich dafür aus, die Sanierung der Kapelle zu fördern, weil es sich bei ihr um ein ortsprägendes Baudenkmal handle und nach der Sanierung in ihr auch wieder Andachten Gläubiger abgehalten werden könnten. Bisher waren Zuschussanträge von Kirchenstiftungen mit zehn Prozent der Gesamtkosten bezuschusst worden. Auch Daniel Gürtner (CSU) befürwortete grundsätzlich eine finanzielle Unterstützung durch die Kommune und betonte, dass Freiherr von Cetto mit dem Sanierungsvorhaben auch den Wünschen aus der Ortsbevölkerung nachkommen würde. Robert Mora (Grüne) plädierte dafür, die Sanierung zwar zu bezuschussen, jedoch lediglich mit fünf Prozent, da es sich bei dem Antragssteller um eine Privatperson handele. Dieser Vorschlag traf auf große Zustimmung, sodass sich der Gemeinderat einstimmig für einen Zuschuss in Höhe von fünf Prozent aussprach.
Zuschuss für Sozialstation
Die Sozialstation Rottenburg-Pfeffenhausen-Hohenthann, die als ambulanter Pflegedienst pflegebedürftige Pfeffenhausener betreut, ist seit 1. Juli unter der Trägerschaft der Caritas Seniorendienste gGmbH aus Kelheim tätig. Um sich bestmöglich, über das Standardmaß hinaus, um die Patienten kümmern zu können, ist die Station auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Jedes Jahr befasst sich der Gemeinderat daher mit einem Zuschussantrag, der auch in diesem Jahr ohne Gegenstimme gewährt worden ist. So erhält der Pflegedienst wieder einen Euro je Einwohner, was rund 5.120 Euro entspricht.
Zwei Bauparzellen für Ludmannsdorf
Um es zwei ortsansässigen Familien zu ermöglichen, in Ludmannsdorf zu bleiben und dort ein Haus zu bauen, hat der Gemeinderat beschlossen, eine Erweiterungssatzung für zwei Parzellen aufzustellen. In der vergangenen Sitzung hat sich der Gemeinderat nun mit den Stellungnahmen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung und Beteiligung der Behörden und der Träger öffentlicher Belange eingegangen waren, befasst. Diese führten zu keinen wesentlichen Änderungen.