

Bücherei wird zur „Bibliothek der Dinge“
Teilen durch Ausleihen – das ist der Grundgedanke jeder Bücherei. Die Pfarr- und Gemeindebücherei will diesen Ansatz weiterführen und künftig nicht nur Bücher, Zeitschriften und andere Medien verleihen, sondern auch Gegenstände und zu einer „Bibliothek der Dinge“ werden. Für die Erweiterung ihres Angebotes hat die Bücherei nun eine Förderzusage bekommen.
Geplant ist, Dinge anzuschaffen, die man nicht jeden Tag braucht und nur selten, saisonal oder während eines bestimmten Projektes nutzt. Außerdem will die Bücherei Dinge zur Verfügung stellen, die man vielleicht erst testen möchte, bevor man sie sich kauft. Um Ressourcen zu sparen und Nachhaltigkeit zu leben, möchte die Bücherei künftige solche Gegenstände – genauso wie die bisherigen Medien – zur Ausleihe zur Verfügung stellen. Dabei soll das Angebot um drei Themenbereiche erweitert werden: MINT, Künstlerisches und Nachhaltigkeit. Angeschafft werden sollen beispielsweise ein programmierbarer Roboter, ein Schneideplotter und ein Stromkosten-Messgerät.
Wie Bürgermeister Florian Hölzl in der Gemeinderatssitzung erläuterte, wurde der Bücherei bei geplanten Ausgaben von bis zu 3.150 Euro eine Förderung im Rahmen des Programms „Vor Ort für Alle – Soforthilfeprogramm für zeitgemäße Bibliotheken in ländlichen Räumen“ von 75 Prozent zugesagt.
Gemeinderat befasst sich mit Feuerwehr-Themen
Die Marktgemeinde möchte das ehrenamtliche Engagement der aktiven Feuerwehrleute, die viele Jahre im Einsatz waren, honorieren. Alle Feuerwehrler, die 40 beziehungsweise 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geleistet haben, erhalten vom Freistaat einen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain. Der Gemeinderat hat nun auf Vorschlag von Innenminister Joachim Hermann einstimmig beschlossen, die Kosten für eine Begleitperson der Feuerwehrkameraden zu übernehmen. Diese belaufen sich auf rund 400 Euro. Darüber hinaus finanziert der Markt Pfeffenhausen einen Aufenthalt im Erholungsheim für alle Kommandanten und Kommandantenstellvertreter mit Begleitperson ab einer Dienstzeit von zwölf Jahren. Hölzl sprach seine große Anerkennung für langjährige Kommandanten und Aktive aus: „Sie stecken sehr viel Zeit und Energie in den Feuerwehrdienst“, betonte er.
Auch ein weiterer Tagesordnungspunkt befasste sich mit der Feuerwehr: So hat der Marktgemeinderat in der nicht öffentlichen Sitzung den Auftrag für ein Notstromaggregat für die Feuerwehr Pfeffenhausen an die Firma Toplak GmbH & Co. KG vergeben. Dadurch will sich die Marktgemeinde für einen möglichen Blackout, also einen großflächigen Stromausfall, wappnen. Das Notstromaggregat für rund 49.000 Euro und mit einer Leistung von 100 kVA kann mittels Dieselgenerator Strom einspeisen. Damit kann im Krisen- und Katastrophenfall die kritische Infrastruktur im Gemeindegebiet aufrechterhalten werden. Das Aggregat ist mobil und kann in einem Notfall sowohl das Feuerwehrhaus Pfeffenhausen als Krisen- und Einsatzzentrum, als auch beispielsweise den Bauhof und die Kläranlage mit Strom versorgen. Die Beschaffung, so waren sich die Räte einig, dient der Sicherheit der ganzen Gemeinde.
Hochwasserschutz für Niederhornbach
Hölzl hatte in der Sitzung am Dienstag gute Nachrichten für Niederhornbach in petto: Die Marktgemeinde hat vom Wasserwirtschaftsamt Landshut einen Zuwendungsbescheid für das Hochwasserrückhaltebecken Niederhornbach erhalten. Die staatliche Förderung beträgt 60 Prozent. Der Bau des Beckens kostet rund 800.800 Euro (zuzüglich Baunebenkosten). Ein entsprechender Auftrag wurde in der nicht öffentlichen Sitzung an die Firma Fahrner aus Mallersdorf-Pfaffenberg vergeben. Geplant ist das Rückhaltebecken zwischen Ober- und Niederhornbach mit einem Volumen von rund 36.300 Kubikmetern. Damit ist Niederhornbach künftig für ein 100-jährliches Hochwasser gerüstet. Die erste Dammschüttung kann voraussichtlich noch dieses Jahr erfolgen – das Hochwasserrückhaltebecken soll dann im kommenden Jahr fertiggestellt werden.
Grabenräumen und Bankettfräsen
Die Marktgemeinde Pfeffenhausen ist mit 48 Kilometern Gemeindeverbindungsstraßen, 136 Kilometern ausgebauten Feld- und Waldwegen und 50 Kilometern nicht ausgebauten Feld- und Waldwegen für zahlreiche Straßen und Gräben zuständig. In den vergangenen Wochen hat der Bauhof gemeinsam mit einem Dienstleister auf rund 30 Kilometern Bankettfräsarbeiten durchgeführt, um das Dachprofil der Wege wiederherzustellen. Weiter hat ein Muldenbagger auf einer Länge von rund 15 Kilometern Gräben geräumt – weitere Grabenräumarbeiten sollen noch in 2022 erfolgen, informierte Hölzl den Gemeinderat. Auch Durchlässe würden gegenwärtig gespült werden. Er bat um Verständnis, dass bei dem ausladenden Gemeindegebiet diese Arbeiten über mehrere Jahre hinweg erfolgen müssten. Er informierte auch darüber, dass aufgrund des trockenen Wetters heuer bisher nur rund 30 Tonnen Schotter auf den ausgebauten Feld- und Waldwegen aufgebracht werden konnten. Es sei jedoch geplant, weitere Wege aufzuschottern, wenn die Witterung dies zulässt. Die Jagdgenossenschaften tragen die Hälfte der Kosten des Schotters.