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Pfeffenhausen ist Deutschlands Energiekommune des Monats

Meldung vom 27. Juli 2022

Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. mit Sitz in Berlin hat am Donnerstag den Markt Pfeffenhausen deutschlandweit als Energiekommune des Monats ausgezeichnet. Die Jury spricht davon, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Basis für den Erfolg der Kommune gewesen sei. Viele Privateigentümer und vor allem Landwirte hätten sich schon sehr früh dafür entschieden, die teils ausladenden Dachflächen mit PV-Modulen zu bestücken. Hinzukäme eine proaktive Bauleitplanungspolitik des Marktgemeinderatsgremiums, so dass im Lauf der Zeit mehrere PV-Freiflächen-Anlagen im Gemeindegebiet entstanden seien. Als Grundlastträger kämen in der von der Landwirtschaft geprägten Kommune Biogasanlagen hinzu. Nach den letzten Zahlen, wobei sie aufgrund des dynamischen Ausbaugeschehens nur bedingt aussagekräftig sind, liegt die installierte Leistung durch PV-Freiflächen bei 23 Megawatt; gleichermaßen leistungsstark sind die Biogasanlagen. Hinzu kommen 4,7 Megawatt durch Windenergie sowie der durch PV erzeugte Strom auf den Dächern von privaten und kommunalen Gebäuden. Dieses energiepolitische Anpacken, so die Juroren, sei auch die Grundlage für den Zuschlag für den Grünen Elektrolyseur der Wasserstoffmodellregion Landshut-München-Ebersberg und den Südstandort des Nationalen Wasserstoffzentrums gewesen. Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. geht in diesem Zusammenhang vor allem auf die Bedeutung von Elektrolyseuren ein. Sie würden als Pufferspeicher Erneuerbaren in das Netz verhelfen und verhindern, dass Sonnen- und Windparks an sehr sonnenstarken beziehungsweise windreichen Tagen wegen Netzauslastung abgeregelt werden müssten. „Der Markt Pfeffenhausen zeigt eindrucksvoll, wie Investitionen in klimafreundliche Energien den Strukturwandel in ländlichen Regionen positiv gestalten können“, sagte Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Nicht das Festhalten an Technologien aus dem vergangenen Jahrhundert, sondern das Ergreifen von Chancen zur Mitgestaltung eines erneuerbaren Energiesystems ist gefragt, um den Herausforderungen der kommenden Jahre zu begegnen“, schlussfolgerte er. Pfeffenhausens Bürgermeister Florian Hölzl dankte den Juroren und zeigte sich über die Auszeichnung erfreut: „Mein Kompliment gilt an diesem Tag den vielen Akteuren in unserer Gemeinde, die zu einer Zeit mit Weitsicht auf Erneuerbare Energien setzten, als Begriffe wie Energiewende und Klimakrise noch nicht zum Alltagssprachgebrauch zählten. Wir stehen als Markt Pfeffenhausen exemplarisch für den ländlichen Raum und fühlen uns durch die Auszeichnung bestärkt, bei unseren Anstrengungen hin zur Energieautarkie nicht nachzulassen.“ Als wichtige Zukunftsaufgabe, derer sich die Gemeinde annehmen möchte, nannte er den Bereich der klimaneutralen Versorgung mit Wärme. „Hier erwarten unserer Bürger nicht zuletzt aufgrund der geopolitischen Situation wegen zurecht Antworten“, sagte er.

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