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Marktgemeinderat befasste sich mit Erlebnispfad, einer zusätzlichen Kindergartengruppe und einer Druckerhöhungsanlage in der Kläranlage

Meldung vom 7. April 2022

Naturlehrpfad am Marktbach wird erweitert

Die Marktgemeinde möchte den Naturlehrpfad am Marktbach für Kinder verschiedener Altersgruppen, aber auch Erwachsene aufwerten. Wie Bürgermeister Florian Hölzl in der Gemeinderatssitzung am Dienstag erläutere, ist angedacht, weitere Spiel- und Sinneseinrichtungen zu errichten. Dazu sollen die vorhandenen Schautafeln um verschiedene Elemente ergänzt und der Naturlehrpfad so zu einem Naturerlebnispfad umgestaltet werden. Hinzukommen sollen ein Steine-Spielbereich mit Wurfbahn, ein Barfußpfad, Balanciergeräte, ein Sandbereich, Ruhe- und Sitzgelegenheiten sowie ein Bereich zum Wassertreten. Zweite Bürgermeisterin Christa Popp (Freie Wähler) gefallen die naturnahen und altersübergreifenden Planungen. So könne aus dem Erlebnispfad ein weitläufiger „Kommunikationsplatz“ werden.

Die Gesamtkosten für die Erweiterung belaufen sich auf rund 33.000 Euro. Die Umsetzung soll Schritt für Schritt über mehrere Jahre hinweg erfolgen. Für den Steine-Spielbereich mit Wurfbahn und den Barfußpfad habe die Marktgemeinde bereits einen Förderantrag bei der ILE „Holledauer Tor“ über das Regionalbudget eingereicht, da die Abgabefrist bereits abgelaufen sei, erklärte Hölzl. Hier wäre eine Förderung von bis zu 80 Prozent möglich. Die Marktverwaltung werde weiterhin versuchen, immer wieder Gelder aus Fördertöpfen zu erhalten. Daniel Gürtner (CSU) fragte vor dem Hintergrund der Investitionskosten danach, wie stark der Naturlehrpfad genutzt werden würde. Hölzl erläuterte, dass zum Beispiel die Schule und die Kindergärten den Naturlehrpfad besuchten. Künftig werden die Gruppen, die in das neue Kinderhaus direkt gegenüber einziehen, noch häufiger die Angebote des Pfades am Marktbach in Anspruch nehmen. Auf die Nachfrage von Klaus Leopold (Freie Wähler) erläuterte Hölzl, dass sich der Bauhof um eine naturnahe Pflege des Grundstückes kümmern werde. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

Zweite Interimsgruppe für gemeindliche Kindertagesstätte

Der gemeindliche Kindergarten hat ein Platzproblem: Dort können aktuell nur 25 Kinder betreut werden. Im nächsten Kindergartenjahr ab September brauchen jedoch mit den Neuanmeldungen 39 Kinder einen Platz, weitere sieben kommen Anfang 2023 hinzu, erklärte Hölzl. Um niemanden abweisen zu müssen, ist geplant, übergangsweise eine weitere Kindergartengruppe im kleinen Pfarrsaal des Pfarrheims, der bereits während des Neubaus des Kindergartens St. Martin als Gruppenraum genutzt wurde, unterzubringen. Ab Januar, wenn der gemeindliche Kindergarten voraussichtlich in das neue Kinderhaus an der Bachstraße einziehen kann, ist die Übergangsgruppe nicht mehr notwendig, da im neuen Gebäude 50 Kindergartenkinder sowie 24 Krippenkinder betreut werden können.

Für die Übergangsgruppe ist es nötig, einen Bauantrag für die vorübergehende Nutzungsänderung zu stellen und eine provisorische Treppe für einen zusätzlichen Flucht- und Rettungsweg an einem der Fenster zu errichten. Wenn keine passenden Möbel vorhanden sind, sollen welche gekauft werden, die dann in das neue Kinderhaus mitgenommen werden. Außerdem müssen für die zusätzlichen Gruppen im Kindergarten- und Krippenbereich weitere Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen eingestellt werden. Hier läuft derzeit ein Bewerbungsverfahren. Der Gemeinderat stimmte der weiteren Interimsgruppe ohne Gegenstimme zu.

Druckerhöhungsanlage für weniger Wasserverbrauch in der Kläranlage

Die Kläranlage in Pfeffenhausen verbraucht jährlich etwa 9.800 Kubikmeter Trinkwasser. Da Trinkwasser ein wertvolles Lebensmittel ist, möchte die Marktgemeinde so viel Wasser wie möglich sparen, betonte Hölzl. Eine Möglichkeit wäre ein Brauchwasserbrunnen. Es sei jedoch schwer abzuschätzen, ob das Grundwasser vor Ort geeignet ist und eine wasserrechtliche Erlaubnis erteilt wird. Eine Alternative ist eine Druckerhöhungsanlage mit Filtrationseinrichtung. Mit dieser Anlage könnte das gereinigte Abwasser aus dem Nachklärbecken als Brauchwasser entnommen werden und damit das Rechengut und den Sand reinigen. Dadurch kann der Trinkwasserverbrauch um bis zu 7.350 Kubikmeter (75 Prozent) reduziert werden. Somit spare die Marktgemeinde nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern auch Kosten (8.200 Euro pro Jahr) ein, betonte Hölzl. Die Anschaffungskosten der Druckerhöhungsanlage belaufen sich inklusive Montage auf rund 24.500 Euro. Verrechnet man Anschaffungs- und Betriebskosten mit der Kostenersparnis, amortisiert sich die Anlage in weniger als drei Jahren. Der Gemeinderat hat sich einstimmig dafür entschieden, eine Druckerhöhungsanlage für die Kläranlage anzuschaffen.

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