Der Markt Pfeffenhausen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Meldung vom 14. Januar 2022

2021 - Ein Jahr das sicherlich keiner vergessen wird. Schließlich war auch dieses Jahr von der Pandemie stark geprägt. Doch 2021 einfach als „Corona-Jahr“ abzustempeln, ist zu kurz gegriffen. Abseits der Pandemie hat sich 2021 einiges in Pfeffenhausen getan. Gemeinsam mit seinem Team und dem Marktgemeinderat blickt Bürgermeister Florian Hölzl auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Neben der hocherfreulichen Entscheidung, dass Pfeffenhausen Teil des nationalen Technologie- und Innovationszentrums Wasserstoff werden soll, nahmen sich die Verantwortlichen auch vielen weiteren wichtigen Themen an. Zu nennen sind dabei zahlreichen Freizeitangebote wie der Erlebnismarkt, das Open-Air-Kino im Sommer, das Ferienprogramm und die Pfeffenhausener Sommerwiesen. Im wirtschaftlichen Bereich ist Nachnutzung des Brandl-Areals durch die Firma Leipfinger-Bader, die in 2022 sichtbar werden wird, ein Meilenstein. Weiter war das Jahr von vielen Vorhaben des Hoch- und Tiefbaus geprägt.

Baugebiete in Pfeffenhausen und Oberlauterbach wurden erschlossen

Baugebiet Geiseck V – Süd
Nach langer Bauphase wurde die Erschließung von insgesamt 39 neuen Bauplätzen im Baugebiet Geiseck V Süd durch die Bauunternehmung Georg Pritsch GmbH & Co. KG aus Herrngiersdorf abgeschlossen. Von den 39 erschlossenen Bauparzellen befinden sich 21 im gemeindlichen Eigentum. 16 davon wurden Ende dieses Jahres vermarktet. Die Auftragssumme für die Erschließung betrug 1.669.101,20 Euro.

Baugebiet Pestkapelle Oberlauterbach
Die Erschließungsarbeiten der Fahrner Bauunternehmung GmbH aus Mallersdorf-Pfaffenberg wurden zwischenzeitlich abgeschlossen. Der Auftrag wurde für insgesamt 932.074,10 Euro vergeben. Es wurden 19 Bauparzellen erschlossen, wovon sich 12 Stück im gemeindlichen Eigentum befinden. Mit der Vermarktung der Grundstücke wird im 1. Quartal 2022 begonnen.

Kindertagesstätte in der Bachstraße

Nach der Baufeldfreimachung durch die Firma Schnug-Diener sind die Bauarbeiten für den Neubau seit 23.08.2021 in vollem Gang. Die Rohbauarbeiten befinden sich auf der Zielgeraden. Kurz vor der Winterpause wurde die Baustelle winterfest gemacht. Durch Einbau der Fenster und Fertigstellung der Dachkonstruktion ist der Rohbau vor Nässe geschützt. Sobald die Innenausbauten im Januar vergeben sind, soll der Rohbau im Frühjahr 2022 mit der erforderlichen Haustechnik ausgestattet werden. Insgesamt wurden bereits 13 Gewerke beauftragt. Weiter befinden sich acht Gewerke in der Ausschreibung. Das bisherige Auftragsvolumen beträgt rund 1.900.000 Euro. Mit einer Förderung des Freistaates Bayern von rund 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Gesamtkosten ist zu rechnen.

Gemeindliche Übergangskrippe in Betrieb

Bis zur Fertigstellung der im Bau befindlichen Kindertagesstätte in der Bachstraße wurde aufgrund des dringenden Bedarfs an Kinderkrippenplätzen in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bücherei im Obergeschoss des Nardini-Kindergartens eine Übergangskrippe errichtet. In diesem Zusammenhang wurde die Bücherei in den Ortskern verlagert. Mithilfe von Trockenbauwänden wurden in der Interimskrippe eine Garderobe und ein Wickelvorraum geschaffen. Außerdem wurden die bestehenden Sanitäranlagen kindgerecht umgebaut. Im September 2021 konnte die Interimskrippe pünktlich den Betrieb aufnehmen.

Umzug der Pfarr- und Gemeindebücherei

Im August ist die die Pfarr- und Gemeindebücherei wie erwähnt in den Ortskern, nämlich in den früheren Schleckermarkt gezogen. Die Bücherei soll zu einem Begegnungs-und Kulturzentrum werden. In diesem Zuge soll auch ein Büchercafé entstehen. Außerdem werden Lesungen für Kinder und Erwachsene angeboten. Auch die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule zählen nun neben den Kindergartenkindern zu den regelmäßigen Nutzern der neuen Bücherei. Für die Umgestaltung der Räume hat die Marktgemeinde 25.000 Euro investiert.

ILE-Büro am Marktplatz 14

Seit kurzem hat die Integrierte Ländliche Entwicklung Holledauer Tor am Marktplatz 14 in der ehemaligen Volksbank ein eigenes Büro. Die ILE ist ein interkommunaler Zusammenschluss der Gemeinden Furth, Hohenthann, Obersüßbach Pfeffenhausen und Weihmichl. Die eigene Geschäftsstelle in der Hopfensiegelgemeinde, dem größten Ort des ILE-Verbunds, zeigt die Bedeutung der Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen und stellt einen aktiven öffentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Leerstands dar.

Machbarkeitsuntersuchung für das Anwesen Marktplatz 4

Zur Zukunft des Gebäudes Marktplatz 4 (Brauereianwesen Rauchnecker) führen die Eigentümer derzeit gemeinsam mit dem Markt Pfeffenhausen und dem Landshuter Architekturbüro Nadler – Sperk – Reif eine architektonische Machbarkeitsuntersuchung dar. Dabei werden auch vielfältige öffentliche Nutzungsideen auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Die direkte Nähe des Einzeldenkmals zum Pfeffenhausener Rathaus erweist sich dabei als Pluspunkt. 80 Prozent des gemeindlichen Anteils der Untersuchungskosten steuert der Freistaat Bayern bei, weil es sich in städtebaulicher Hinsicht um ein Schlüsselvorhaben handelt. Nach den ersten Sondierungen mit den tangierten Fachbehörden ist angedacht, die Ideen zur Zukunft des Gebäudes im 1. Halbjahr 2022 der Öffentlichkeit vorzustellen.

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept

Gemeinsam mit dem Landshuter Landschaftsbüro Brenner arbeitet der Markt an einem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, an einem städtebaulichen Masterplan für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. In 2022 stehen eine Bürgerumfrage, Expertengespräche, eine weitere Bürgerversammlung und schließlich die Beschlussfassung im Marktgemeinderat auf der Agenda. Die Kosten der Erarbeitung trägt der Freistaat Bayern entsprechend der Förderregularien zu 60 Prozent.

Kleinstellensanierung

Im Zuge der jährlichen Kleinstellensanierung wurden im Jahr 2021 zwölf Schadstellen im Gemeindegebiet Pfeffenhausen durch die Firma Fahrner Bauunternehmung GmbH aus Mallersdorf/Pfaffenberg saniert. Auch in 2022 soll wieder ein Kleinstellensanierungsprogramm durchgeführt werden.

Geh- und Radweg Baldershausen – Oberlauterbach

Auf einer Länge von knapp 525 m entstand ein Geh- und Radweg, welcher die beiden Ortsteile Baldershausen und Oberlauterbach entlang der Kreisstraße LA 57 verbindet. Im Frühjahr 2022 werden von der beauftragten Firma Strabit noch kleinere Restarbeiten durchgeführt. Die Auftragssumme für die Gesamtmaßnahme beträgt 336.908,75 Euro, wovon der Landkreis Landshut den Kostenanteil zwischen den sogenannten Ortsdurchfahrtsgrenzen trägt. Die Baumaßnahme wird weiter mit einer Zuwendung des Freistaats Bayern in Höhe von 220.000 Euro gefördert.

Geh- und Radwegbau entlang der B299

Entlang der Bundesstraße B299 entsteht derzeit von Ludmannsdorf nach Niederhornbach auf einer Länge von 2,5 km ein Geh- und Radweg. Nach dem Submissionsergebnis vom 23.07.2021 wurde die Bauunternehmung Georg Pritsch GmbH & Co. KG aus Herrngiersdorf zum Auftragspreis von 559.013,71 Euro beauftragt. Das Gros der Kosten trägt die Bundesrepublik Deutschland, der Gemeindeanteil an den Baukosten liegt bei lediglich rund 10.000 Euro. Witterungsbedingt konnten die Asphaltierungsarbeiten nicht mehr in 2021 durchgeführt werden. Sie sollen im zeitigen Frühjahr 2022 erfolgen.

Tabakried an Zentralkanalisation angeschlossen

Die Kanal- und Druckleitungsbauarbeiten im Ortsteil Tabakried sind abgeschlossen. Damit wurde eine der umfangreichsten Baumaßnahmen des Jahres 2021, die der wasserrechtlichen Vorgaben wegen erforderlich war, erfolgreich zum Abschluss gebracht. Tabakried ist nun Teil der Zentralkanalisation. Hintergrund für den Anschluss Tabakrieds waren die gestiegenen Einwohnerzahlen und die erhöhten Reinigungsanforderungen. Im Rahmen der Baumaßnahmen wurde in Tabakried der Bestandskanal zum Regenwasserkanal umfunktioniert und gleichzeitig ein neuer Schmutzwasserkanal verlegt. Das Niederschlagswasser wird nun über Rückhalteeinrichtungen, die aus den früheren Klärteichen entstanden, gedrosselt in den Mösberger Graben abgeleitet. Das Schmutzwasser wird hingegen mit einer Druckleitung in Richtung Niederhornbach befördert und von dort aus weiter nach Pfeffenhausen. Die gesamten Investitionskosten liegen bei rund 885.000 Euro, die Förderung durch das Land bei knapp 240.000 Euro.

Sanierung der Blumen- und Ringstraße

Im Sommer wurde die Sanierung der Blumen- und Ringstraße durch die Firma Pritsch GmbH & Co. KG abgeschlossen. Neben der Kanal- und Straßensanierung hat sich der Marktgemeinderat dafür entschieden, Speedpipes mitzuverlegen, um für einen späteren Glasfaserausbau bis zum Haus hin gewappnet zu sein. Die Kosten für die Tiefbauarbeiten lagen bei 643.569,93 Euro. Zusätzlich gab der Markt rund 60.000 Euro aus, um die Straßenbeleuchtung im Sanierungsabschnitt auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Abbruch und Neubau der Brücke in der Laaberstraße

Der Abbruch und Neubau wird durch die Baufirma Max Streicher GmbH & Co. KG aus Deggendorf bei einer Auftragssumme in Höhe von 260.274,36 Euro durchgeführt. Die in Aussicht gestellte Förderung des Freistaats liegt bei 160.000 Euro. Die Baustelle wurde bereits winterfest gemacht. Für den Fußgängerverkehr wurde eine Möglichkeit zur Überquerung der Großen Laaber geschaffen. Für den motorisierten Verkehr bleibt die Brücke über den Winter gesperrt. Im zeitigen Frühjahr sollen die Baumaßnahmen wieder aufgenommen und dann zügig zum Abschluss gebracht werden. Für die Unannehmlichkeiten, die damit verbunden sind, dass die Brücke zeitweise nicht zur Verfügung steht, bittet der Markt Pfeffenhausen um Entschuldigung.

Hochwasserrückhaltebecken Elfinger Bach

Die Bauarbeiten der Firma Wadle Bauunternehmung GmbH aus Essenbach am Hochwasserrückhaltebecken Elfinger Bach sind abgeschlossen. Die Kosten für die Erdbauarbeiten belaufen sich nach Auftragsvergabe auf 545.308,27 Euro. Das neu geschaffene Rückstauvolumen durch die Maßnahme beträgt in etwa 21.600 Kubikmeter. Dadurch wird der Zufluss des Elfinger Baches in den Marktbach gedrosselt und der Hochwasserschutz erheblich verbessert. Die Förderquote liegt bei 65 Prozent. In 2021 wurde auch der Lauterbach bei Thonhausen verlegt und der Gewässerstrang renaturiert, was zu einer ökologischen Aufwertung führte. Im nächsten Jahr soll ein Damm zwischen Nieder- und Oberhornbach zu spürbaren Verbesserungen der Hochwassersituation im Einzugsgebiet des Hornbachs beitragen. Im Ortsbereich Baldershausen und Oberlauterbach arbeitet die Fachfirma Spekter aktuell an einem Starkregenkonzept, das in 2022 zum Abschluss gebracht werden soll. Hierbei handelt es sich um einen innovativen Ansatz, welcher pilotmäßig durch das Bayerische Umweltministerium gefördert wird, um gleichzeitig die Gefahren von wild abfließendem Wasser und klassischem Hochwasser zu betrachten. Hier zielt der Markt darauf ab, möglichst zeitnah konkrete Schutzmaßnahmen zu definieren, die dann vor allem die Situation in den Siedlungsflächen verbessern.

Breitbandausbau

In 2021 wurden mit Landesunterstützung die Ortschaften Ebenhausen, Engelsdorf, Hackendorf und Seemühle durch die Firma LEONET an das Glasfasernetz angebunden. Unter Abruf von Fördergeldern des Freistaats kamen zuletzt auch das Rathaus und das Schulgebäude in den Genuss von High-Speed-Internet. Darüber hinaus will der Markt alle weiteren unterversorgten Adressen im Gemeindegebiet von der Landkarte tilgen. Begleitet vom Ingenieurbüro HPE und der Rechtsanwaltskanzlei Watson Farley & Williams hat der Markt in den letzten Monaten deshalb ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt. Den Zuschlag für die beiden Lose erhielten dabei die Deutsche Telekom und die LEONET. Die Wirtschaftlichkeitslücke beider Lose, welche die unrentablen Kosten der Telekommunikationsbetreiber darstellt, liegt bei 5.519.648,88 Euro. Davon übernehmen der Bund 50 Prozent und das Land 40 Prozent. Für den Markt verbleibt ein 10-prozentiger Eigenanteil. Nach dem Ausbau kann mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s gesurft werden. Die Ausbauzeiten liegen abhängig von den Losen – hierauf hat der Markt keinen Einfluss – bei fünf beziehungsweise bei bis zu 48 Monaten. Wie bereits berichtet hat die LEONET dem Markt ferner angeboten, einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau im Ortsteil Pfeffenhausen vorzunehmen. Voraussetzung ist, dass genügend Eigentümer einen Hausanschluss erstellen lassen und einen Telekommunikationsvertrag mit dem Betreiber abschließen. Eigenwirtschaftlich bedeutet, dass keine öffentlichen Gelder beigesteuert werden müssen. Das Angebot befindet sich gegenwärtig in Prüfung.

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